Schriftenwerkstatt – Fonts und Schriften von Hand entwerfen

Charlotte Rivers
Schriftenwerkstatt – Fonts und Schriften von Hand entwerfen

Handmade Type Workshop, GB, 2011
Haupt Verlag, Bern (CH), 09/2014
HC, Sachbuch, Kunst & Handwerk, Schrifttypen
ISBN 978-3-258-60100-7
Aus dem Englischen von Martina Simonis, Baden-Baden
Titelgestaltung von Dariela Vacas, Bern (CH)
Fotos und Abbildungen im Innenteil von verschiedenen Künstlern

www.haupt.ch
www.charlotterivers.com
http://chrlotterivers.blogspot.com
www.twitter.com/lottielovesblog

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Schriften – die Schrift: das Mittel zur Kommunikation – können genauso faszinierend sein wie Bilder, zumal man sie wie Bilder anlegen oder Bilder zu Schriften umfunktionieren kann. Der Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt! Mit der Hand entworfen, ergeben sich wesentlich mehr Möglichkeiten als durch ein entsprechendes Computer-Programm, das irgendwann ausgeschöpft ist. Darum sind viele Künstler, die sich mit Schriften beschäftigen, nach dem ersten PC-Hype wieder zu den bewährten, alten Techniken zurückgekehrt und benutzen die diversen Programme lediglich als Hilfsmittel, um den Entwürfen, die z. B. auf einem Stück Papier mit einem Stift erstellt wurden, den letzten Schliff zu verleihen und auch um eine neu geschaffene Schrifttype jenen im Rechner hinzuzufügen.

Mit Schriften setzen sich längst nicht mehr allein die Schriftsetzer (…) auseinander, sondern auch (Hobby-) Künstler aller Couleur. Die Ideen werden nicht in fast schon klassischer Manier mit unterschiedlichen Stiften, Pinseln, Federn zu Papier, Karton, Pergament etc. gebracht, nein, auch ganz andere Materialien finden Verwendung, beispielsweise Papier und Schere, Nadel und Faden, Schnur und Klebstoff, Nudeln und Laub u. a. m. Sogar in den Lücken zwischen Häusern kann man Buchstaben erkennen und sie mit einem Fotoapparat festhalten.

Charlotte Rivers stellt knapp 30 Künstler vor, die ihr durch ungewöhnliche Schriftkreationen aufgefallen sind, und lässt sie im Rahmen kleiner Tutorien in Wort und Bild erklären, wie sie ihre Entwürfe angefertigt haben. Eine anschließende Galerie beeindruckender Werke rundet jede Rubrik ab: „Illustration und Freihandzeichnung“, „Papierschnitt, Druck und Sticktechniken“, „Digital gezeichnete Schriften“, „3D-Schriften und Schriftinstallationen“, „Gefunden oder fotografiert“ sowie „Vorbereitung“ und „Durchführung“ nebst Glossar, Stichwortverzeichnis und Linkliste der genannten (mehr als 30) Künstler.

Der Leser darf staunen, die Ideen nachahmen, sich inspirieren lassen und eigene Versuche starten. Die Schritt für Schritt-Erläuterungen in den Tutorien sind gut verständlich und dank der Abbildungen leicht nachvollziehbar. Vor allem die Kapitel „Vorbereitung“ und „Durchführung“ sind sehr interessant und hilfreich, da sie zeigen, wie man komplette Schriftsätze anlegt und als Font im PC speichert für weitere Nutzungsmöglichkeiten. Man muss kein Profi auf dem Gebiet sein, sollte aber vielleicht eine ‚künstlerische Ader‘ besitzen und den eigenen PC ein wenig kennen, dann tut man sich leichter, wenn man den Anleitungen zu folgen versucht. Auch speziell das Arbeiten mit den Programmen „FrontLab“ und „Fontografer“ wird anschaulich erklärt. Die Abbildungen sind in Farbe, die Größe reicht von Briefmarken- bis etwa doppeltes Postkartenformat.

„Werkstatt“ ist wirklich ein lehrreiches „Werkstatt“-Buch, das viele tolle Anregungen beinhaltet, was man alles mit Buchstaben bzw. zu Buchstaben machen kann – und das knapp, aber anschaulich und nachvollziehbar erklärt. Man kann diesen Titel Schülern, die sich für Kunst und einen entsprechenden Beruf interessieren, Kunststudenten, Kunstlehrern und allen (Hobby-) Künstlern wahrlich empfehlen.

Copyright © 2015 by Irene Salzmann (IS)

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