Backe, backe Ehemann. Zutat: No-longer-Single-Liste

Simone Hausladen
Backe, backe Ehemann. Zutat: No-longer-Single-Liste

Südwestbuch Verlag, Stuttgart, 1. Auflage: 04/2012
TB, Drama, Comedy, Romance
ISBN 978-3-944264-40-0
Titelgestaltung von Sig Mayhew unter Verwendung eines Motivs von Neil Rouse/Shutterstock

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Nicki ist 32, Angestellte einer Werbeagentur und Single. Ihr Leben verläuft in eingefahrenen Bahnen, und vor allem an den Sonntagen, wenn sie überall glückliche Paare und Familien flanieren sieht, wird sie sich ihrer Einsamkeit bewusst. Auch sie möchte jemanden haben, der sie so liebt wie sie ihn, mit ihm eine Familie gründen und alt werden. Aber wie findet man Mr. Right? Leider wohnt er meist nicht nebenan oder wurde schon von einer anderen weggeschnappt. Zwar sind viele Fische im Teich, aber die verschiedenen Möglichkeiten, wie man als Single andere (vorgebliche) Singles kennenlernt, sind eher selten von Erfolg gekrönt. Für gewöhnlich ist man nach einem solchen Date enttäuscht, peinlich berührt und um eine nicht so tolle Erfahrung reicher. Sogar in dieser Hinsicht nimmt Nicki kein Blatt vor den Mund.

Um endlich einen Ehemann zu ergattern, erstellt sie, die immer planvoll handelt, für dieses Vorhaben eine Liste, bestehend aus zehn Punkten, die sie alle abhaken will, um ihr Ziel zu erreichen, natürlich hoffend, dass sie ihr Glück schon sehr viel früher findet. So beginnt Nicki damit, erst einmal für sich selbst etwas zu tun: die Wohnung und vor allem den Kleiderschrank entrümpeln, eine modische Frisur, ein neues Outfit und Sport für die Figur. Auch ihre Gewohnheiten ändert sie, indem sie früher in die Arbeit fährt, in anderen Läden einkauft und Dinge ausprobiert, die sie früher nicht gewagt hätte. All das erweitert ihren Horizont in mancherlei Hinsicht und verhilft ihr zu unerwarteten Möglichkeiten. Der Traummann ist aber trotzdem noch nicht erschienen, wohingegen Nickis Freundinnen mit den am unmöglichsten erscheinenden Kandidaten unerwartet das Happy End ihrer langen Suche erleben. Notgedrungen beginnt sie, Abstriche zu machen und geht eine Beziehung mit Martin ein, den aber außer seiner Arbeit als Koch und den Sex mit ihr nichts weiter zu interessieren scheint …

Simone Hausladens „Backe, backe Ehemann“ ist ein heiteres Buch über die Sorgen, Träume und Bemühungen vieler Single-Frauen, endlich im Hafen der Ehe zu landen. Einerseits rechnet die Autorin mit vielen Klischees ab, wie Frauen sich selbst, einander und die Männer sehen und welche Erwartungen Letztere wiederum hegen, andererseits will sie betroffenen Frauen Mut machen, die Hoffnung nicht aufzugeben oder doch lieber allein zu bleiben, statt mit dem falschen Mann unglücklich zu sein. Entsprechende Szenarien spielt die Protagonistin immer wieder durch. Wirklich sinnvoll ist, dass Nicki stellvertretend für alle Frauen erst einmal lernen muss, sich selbst anzunehmen. Dazu gehört, als erstes für sich selbst etwas zu tun, damit man mit sich und seinem Erscheinungsbild (wieder) zufrieden ist und sich mag. Schade, dass die Suche nach einem Mann dafür die Triebfeder ist und nicht eine gesunde Portion Egoismus. Zweifellos tragen Entrümpelungsaktionen, schicke Kleidung, neue Hobbys und gegebenenfalls damit verbundene neue Bekannte dazu bei, dass man sich motiviert und besser fühlt, und das alles kann – sollte! – jede sich einfach gönnen, ohne den Hintergedanken, dadurch endlich den richtigen Mann auf sich aufmerksam zu machen.

Zumal, auch das stellt Nicki fest, die krampfhafte Suche zu nichts führt. Jedes Lächeln wird überinterpretiert. Jeder Depp, der sich freundlich gibt, wird durch die rosarote Brille betrachtet und zum Heiratskandidaten erkoren. All seine Fehler und der Mangel an Gemeinsamkeiten werden ignoriert. Während er bleibt, wie er ist, verbiegt sich die Frau – man nennt diese weibliche Tugend Flexibilität, die dem Mann fehlt -, um ihm entgegenzukommen und ihn ja nicht zu vergraulen. Nur gut, wenn das Erwachen rechtzeitig erfolgt! Und nach etlichen Pleiten, wenn man am wenigsten damit rechnet, nun, dann steht man ihm plötzlich gegenüber …

Natürlich findet Nicki ihren Ehemann, die Funken fliegen, und beide (!) halten ihr Glück fest. Daran hat auch niemand gezweifelt. Die Single-Leserin darf sich in der Protagonistin mit ihren Aufs und Abs mehr oder minder wiedererkennen und hoffen, dass ihr dasselbe Happy End vergönnt ist, wenn sie sich nicht verkriecht, sondern sich Chancen schafft. Aber bis dahin und grundsätzlich soll sie etwas aus ihrem Leben machen, jeden Tag genießen und nicht frustriert in der Bude mit ihrem Alleinsein hadern, denn wenn sie sich tagaus tagein verschanzt, kann sie ja niemand entdecken und sich in sie verlieben. Damit ist doch eigentlich alles klar, oder?

Mag man amüsante Liebesromane, dürfte man seinen Spaß an „Backe, backe Ehemann“ haben. Natürlich liefert die Autorin kein Rezept, wie man den Traummann vor den Altar bekommt, aber der Rat, ab und zu etwas für sich selbst zu tun und den Alltag (zusammen mit seinen Lieben) interessanter zu gestalten, bringt jedem etwas mehr Zufriedenheit und Freude, egal ob Frau oder Mann, Single oder Ehefrau/-mann, mit und ohne Kinder.

Copyright © 2015 by Irene Salzmann (IS)

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