Exodus 9414 – Der dunkelste Tag

Thariot
Exodus 9414 – Der dunkelste Tag

Originalausgabe = dt. Erstausgabe: August 2020 (Verlag S. Fischer/Tor 70038)
Cover: Nele Schütz Design, München (unter Verwendung von Shutterstock/zeber)
380 Seiten
ISBN 978-3-596-70038-7

von Gunther Barnewald


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Der vorliegende Roman ist die direkte Fortsetzung von Exodus 2727 – Die letzte Arche: Die Geschichte spielt auf gigantischen Raumschiffen, welche befruchtete menschliche Eizellen zu fernen, bewohnbaren Planeten transportieren sollen.
Allerdings wechselt die Handlung dieses Mal zwischen den Ereignissen auf dem Siedlungsraumschiff „USS London“ (aus dem ersten Band) und der „USS Boston“, auf der Jazmin Harpers ‚Androidenbruder‘ reist. Zudem gibt es einen dritten Handlungsstrang, der sich jedoch bald mit dem neuen, zweiten vereint.

Während Jazmin und ihr Partner Denis im Jahre 9414 versuchen, zur Erde zurückzureisen und dabei von einer Gravitationsfalle genarrt werden, gelingt es Maximillian Harper einer ähnlichen Falle zu entkommen und mit 200 Jahren Verspätung tatsächlich den Planeten Cygnus zu erreichen. Dort siedeln jedoch bereits Menschen, und Max und seine Leute werden äußerst unfreundlich und ablehnend empfangen und sogar verhaftet …

Leider ist die Fortsetzung der doch recht spannenden Geschichte des ersten Bandes eher mau und beliebig geraten. Zwar trägt einen die Erzählung bis zum Schluss des Buchs, aber vom Hocker reißt sie den Leser nicht wirklich.

Dazu kommen Logiklöcher größeren Ausmaßes, was vor allem die ‚Androiden-Schwangerschaft‘ oder das äußerst beliebige ‚Umladen‘ menschlichen Bewusstseins in andere Körper betrifft. Zudem fehlt der spannende Krimi-Plot des ersten Bandes, da der Leser die meisten Geheimnisse nun kennt. Hier gelingt es dem Autor leider nicht, gleichwertig packende neue Handlungsverwicklungen herzustellen. Ebenfalls enttäuschend ist, dass man über Cygnus, dessen Besiedelung und seine Bewohner fast nichts erfährt, da die Handlung dort zu keinem Zeitpunkt spielt.

Wer den ersten Band gelesen hat, will nun sicherlich wissen, wie die Geschichte endet. Wer noch nicht zum ersten Buch gegriffen hat, der muss es nun auch nicht unbedingt tun, denn dazu ist die Fortsetzung zu schwach geraten. Schade eigentlich, denn viele Space Operas werden heutzutage nicht mehr veröffentlicht!

Kein schlechtes, aber leider auch kein besonders gutes Buch, eher sehr durchschnittlicher Durchschnitt.

Copyright © 2020 by Gunther Barnewald

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