Stone Man – Die Ankunft

Luke Smitherd
Stone Man – Die Ankunft

Originaltitel: The Stone Man (2012)
Deutsche Erstausgabe [Paperback]: Mai 2021 (Piper Verlag)
Übersetzung: Andreas Decker
Cover: Sarah Borchart/Guter Punkt (unter Verwendung von Motiven von © CollaborationJS/Trevillion u. Getty Images)
400 Seiten
ISBN 978-3-492-70611-7

von Gunther Barnewald


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Eines Tages taucht im Einkaufscenter von Coventry eine riesige Statue auf, die scheinbar aus Stein besteht. Der Journalist Andy Pointer wird Zeuge dieser überraschenden Erscheinung. Die unheimliche Statue beginnt sich zu bewegen und schreitet Autos platt trampelnd und ganze Häuser zerstörend voran. Niemand und nichts kann das bald als „Stone Man“ titulierte Wesen aufhalten.

Andy merkt schnell, dass er eine Art übersinnliche Verbindung zu dem Ding aufbauen kann. Als er dann Paul Winter trifft, der ebenfalls eine geistige Verbindung zum Stone Man hat, wird klar, dass man nicht nur herausfinden kann, wo der Stone Man sich gerade aufhält, sondern auch, wohin er will. Also reisen Paul und Andy zu dem Ort, den der Stone Man ansteuert, und erleben dort eine große und erschreckende Überraschung …

Es wird nicht die einzige bleiben, so viel sei hier verraten, denn auch wenn der Autor dazu neigt, manchmal zu geschwätzig in die Zukunft vorzudringen und seine Protagonisten nervige Andeutungen zukünftiger Geschehnisse machen lässt, hat er trotzdem immer Asse im Ärmel, um die Spannungsschraube wieder fest anzuziehen. Erst langsam entblättern sich einige Geheimnisse des rätselhaften Dings und seines Auftrags, vieles bleibt aber für die folgenden Fortsetzungen im Dunkeln, sodass man als Leser gespannt bleiben darf.

Zwar dürfte des Autors Umgang mit seinem wichtigsten Protagonisten einige Leser schwer verstören, aber auch diese schockierende Überraschung ist eine Stärke der vorliegenden Geschichte.

Selbst wenn die Atmosphäre manchmal etwas zu wünschen übrig lässt und die Protagonisten nicht wirklich ausgearbeitet werden – dafür lässt der Autor zu wenig Luft zwischen den sich manchmal überschlagenden Ereignissen -, macht das Lesen großen Spaß und hält den Leser durchaus bei der Stange.

Immer neue Wendungen zeugen vom Einfallsreichtum des Autors, und überhaupt besticht die Grundidee durch die Möglichkeit, fulminante Bilder im Kopf des Lesers zu erzeugen, was der Autor anhand einiger kollabierender Gebäude auch weitgehend für sich nutzt. Eine Crashorgie (zu Beginn der Geschichte) schreit geradezu nach einer Verfilmung!

Es spricht für Smitherd, dass er es nicht stumpf dabei bewenden lässt, sondern sich auch den Ängsten und Hoffnungen von Andy Pointer zuwendet, der als Journalist plötzlich berühmt, reich und ein gemachter Mann ist. Aber dass Ruhm allein nicht glücklich macht, muss auch Andy (ansatzweise) erkennen, bevor aber schon wieder ein weiterer Stone Man auftaucht und diesmal sogar ÄKumpane‘ mitbringt: Die Bedrohung beginnt sich scheinbar zu potenzieren.

Weiterhin wissen weder Militär noch die Wissenschaftler, was sie gegen die steinernen Riesen unternehmen können, woher sie kommen oder wer sie steuert. Nur durch Andy und Paul ergeben sich manchmal neue Erkenntnisse, bis auch sie plötzlich im Mittelpunkt der Ereignisse stehen – mit fatalen Folgen für die beiden!

Ein innovatives, clever konstruiertes und vor allem überaus spannendes Buch mit tollen Ideen; absolut empfehlenswert!

Copyright © 2021 by Gunther Barnewald

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