Stone Man – Die Rückkehr

Luke Smitherd
Stone Man – Die Rückkehr

Originaltitel: The Empty Man (2020)
Deutsche Erstausgabe: September 2021 (Piper Verlag)
Übersetzung: Aus dem Englischen von Andreas Decker.
Cover: Stephanie Gauger/Guter Punkt (unter Verwendung von Motiven von Getty Images)
383 Seiten
ISBN 978-3-492-70612-4

von Gunther Barnewald


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Nachdem die in England materialisierten „Steinmänner“ wieder verschwunden sind, taucht eine weitere Gruppe von Invasoren auf. Diesmal nennt man sie wegen ihrer durchscheinenden Konsistenz „Empty Men” („leere Männer”). Sie können durch jeden Gegenstand laufen, ohne ihn zu beeinträchtigen oder gar zu zerstören. Dadurch entstehen nicht so gravierende Schäden wie durch die ersten Invasoren: Anscheinend haben die fremden Intelligenzen dazu gelernt und ihre „Materialfinder“ verfeinert. Dennoch werden jene Menschen, die irgendwie geistig mit den Fremden verbunden sind, erneut verfolgt, gejagt und endlich (scheinbar) getötet.

Diesmal wird die Geschichte aus der Perspektive zweier dem Leser bisher unbekannter Personen erzählt. Da ist zunächst der Verschwörungstheoretiker Eric Hatton, der sich seine eigenen ‚Erklärungen‘ zurechtgesponnen hat, seit seine Schwester zu den Opfern der „Stonemen“ zählt.

Auch Maria Constance hat die ersten Vorfälle hautnah miterlebt und ist nur knapp mit dem Leben davongekommen, nachdem ihr Mann beinahe dem ersten „Stoneman“ zum Opfer fiel.

Eric und Maria gehören zu denen, die eine innere Verbindung zu den Fremden aufnehmen können. Sie ‚sehen‘ deren Tun und Wirken, und sie scheinen sogar Einfluss auf die unheimlichen Phänomene auszuüben, die von den Eindringlingen ausgelöst werden.

Während sich Eric nach Coventry, dem Epizentrum der ersten (und zweiten) Ankunft begibt, gelingt es Maria mit Hilfe einer Frau, die sie unterwegs kennenlernt, ins wichtigste militärische Forschungszentrum Englands vorzudringen, wo bald die Ereignisse kulminieren …

Der zweite Band der Geschichte ist fast ebenso spannend wie der erste, ohne ebenso innovativ und ideenreich zu sein. Leider zieht sich die Handlung nach der ersten Hälfte etwas in die Länge. Erst gegen Ende der Erzählung nimmt die Geschichte wieder Volldampf auf. Dabei zieht der Autor das ein oder andere As aus dem Ärmel, worüber aber hier Stillschweigen bewahrt werden soll.

Insgesamt sorgt die Lektüre der interessanten Story erneut für Spaß. Minimale Hänger verzeiht man, weil die Gesamtkonzeption der Geschichte so interessant ist, dass man als Leser wissen möchte, was hinter den ominösen Vorgängen eigentlich steckt. Diese Frage hält neben einer sehr actionreichen Handlung die Spannung aufrecht.

Auf weitere Fortsetzungen freut man sich, denn noch sind viele Rätsel ungelöst, viele Geheimnisse ungeklärt. Man ist als Leser gespannt, ob dem Autor glaubhafte Erklärungen für alle Vorkommnisse einfallen werden.

Copyright © 2021 by Gunther Barnewald

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