Wissen macht schlau – Große Themen leicht erzählt

Wilfried H. Lindenzweig
Wissen macht schlau – Große Themen leicht erzählt
aus der Reihe Erlebnis Wissenschaft

Wiley-VCH
ISBN: 978-3-527-33750-7
Sachbuch
1. Auflage September 2014
380 Seiten; 50 Abb.
Hardcover

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Der Autor

Wilfried H. Lindenzweig ist Physiker und Manager im Unruhestand. Nach seiner Diplomarbeit in Kernphysik an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz und der GSI in Darmstadt befasst er sich privat seit Jahrzehnten mit ökonomischen, naturwissenschaftlichen und philosophischen Fragestellungen. Beruflich war er in seiner über 30 Jahre währenden Karriere in leitender Funktion eines amerikanischen Konsumgüterkonzerns als Finance Manager tätig und dabei mit nahezu allen Fragestellungen entlang der Wertschöpfungskette eines “Global Players” betraut. Wilfried H. Lindenzweig ist verheiratet und hat zwei studierende Kinder.
(Quelle: Wiley-VCH)

Das Buch

“Große Themen leicht erzählt” verspricht der Untertitel des Sachbuches “Wissen macht schlau” von Wilfried H. Lindenzweig. Und “große Themen” sind es tatsächlich, denen er sich annimmt.

Als erstes beschäftigt sich der Autor mit einem Themenkomplex, der sich rund um den Begriff der Dosis auftut. Die Dosis macht aus manchen Stoffen lebenswichtige Bestandteile des menschlichen Stoffwechsels, Medikamente, die sowohl positive als auch negative Wirkungen haben, so genannte Nebenwirkungen, aber auch Gifte, aufgenommen über Nahrung, Luft oder durch direkten Kontakt, die unbemerkt oder unfreiwillig in den Körper gelangen oder absichtlich eingenommen werden, solche, die über chemische Eigenschaften Schaden anrichten oder auch über physikalische, insbesondere bei radioaktiven Elementen. Im Laufe der Geschichte wurden manchen Elementen und Stoffen wundersame Eigenschaften angedichtet wie beispielsweise eine angeblich lebensverlängernde Wirkung oder sie wurden genommen, um Resistenzen gegen Krankheiten und Vergiftungen aufzubauen. Mit zahlreichen spannend erzählten historischen Beispielen und großem Allgemeinwissen knüpft Wilfried H. Lindenzweig ein riesiges Netzwerk, in dessen Zentrum das eingangs grob skizzierte Thema sitzt.

Als Leser wird einem schnell klar, dass dieses Thema (ebenso wie die anderen in diesem Buch) nicht einfach, sprich schnell, klar umrissen und endgültig abzuhandeln sind. Dazu sind die Verflechtungen und gegenseitigen Abhängigkeiten zu komplex. Allerdings bekommt man eine gute Idee von den Zusammenhängen, auch wenn der Autor ab und zu vom Hundertsten ins Tausendste kommt und kurzzeitig das eigentliche Thema aus dem Augen verliert. Nicht, dass diese kleinen Abschweifungen langweilig wären, im Gegenteil, wie der größte Teil des Textes sind sie sehr interessant und teilweise recht amüsant. Nicht nur diese Passagen zeigen, wie viel Wissen und Fakten der Autor zusammengetragen hat, um der Komplexität seiner Themenauswahl einigermaßen gerecht zu werden. Und man kommt ins Staunen. Für mich ist das der Punkt, an dem ich merke, dass die Informationsfülle droht, mich zu überrollen. Ein bisschen weniger wäre hier vielleicht mehr gewesen. In diesem Sinne sind diese großen Themen zwar gut verständlich erklärt, aber in ihrem Umfang nicht immer leicht zu überschauen.

Trotzdem, die Themen sind spannend aufbereitet und regen zum Nachdenken an, beispielsweise wenn der Autor über Seltene Erden reflektiert, die u.a. für Smartphones verwendet werden und nicht umsonst das Attribut “selten” tragen. Hier wirft er die Frage auf, wie schlau es wohl ist, jedem Konsumenten jedes Jahr ein neues Mobiltelefon anzubieten wie es manche Unternehmen machen. In weiteren Kapiteln nimmt sich der Autor der Geschichte und Bedeutung von Zahlen an, schreibt über Gold, dessen Faszination für den Menschen und andere seltene oder edle Elemente und Verbindungen. Das Klima (Kapitel 5) ist gerade in heutiger Zeit eines der wichtigsten Themen, vor allem sein Einfluss auf das Leben auf der Erde und auch der Einfluss, den wir selbst darauf ausüben. Globale Katastrophen, die Zeit, Kalender und ihre Bedeutung, Religion und das Leben im Universum, sowie Gedanken über die “Wege der Wissenschaft” bilden die Inhalte der restlichen Kapitel.

Neben der bereits erwähnten Neigung des Autors, sehr viel Informationen in seine Texte zu packen, was, wie gesagt, nicht wirklich dramatisch ist, hier noch etwas, was mich wirklich gestört hat: das Buch ist in einem so kleinen Schriftsatz gedruckt, dass ich beim ersten Aufschlagen den Eindruck hatte, ich wäre auf eine Seite voller Fußnoten geraten. Für meinen Geschmack hätte das Buch ruhig um ein paar Seiten dicker sein können, wenn die Schrift nur größer geworden wäre. So ist das Lesen teilweise recht anstrengend. Mit einem Anhang mit farbigen Fotos und Grafiken, sowie einem Stichwort- und Namensverzeichnis schließt das Buch.

Fazit

Trotz der kleinen Kritikpunkte ist die Lektüre von Wilfried H. Lindenzweigs Buch „Wissen macht schlau“ spannend und gut zu lesen und bietet im Dunstkreis der behandelten Themen eine Menge interessanter Informationen.

Copyright © 2014 by Michael Bahner

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