Offenbarung 1

offenbarung-1S. D. Perry
Offenbarung 1
Star Trek – Deep Space Nine 1

Star Trek – Deep Space Nine: Avatar, Book One, USA, 2007
Cross Cult, Asperg, 10/2009
Taschenbuch, Science Fiction
ISBN 9783941248519
Aus dem Amerikanischen von Christian Humberg
Titelbild von Paramount Pictures Corporation

www.cross-cult.de
www.startrekromane.de
www.fantasticfiction.co.uk/p/s-d-perry/

Die zweite der neuen „Star Trek“-Serien war „Deep Space Nine“. Etwa drei bis vier Jahre nach „The Next Generation“ wurde sie geschaffen, um eine ganz andere Sicht auf das Universum von Genre Roddenberry zu werfen. Diesmal reisten die Menschen nicht in erster Linie durch unbekannten Raum, stattdessen kam er durch ein Wurmloch zu ihnen und mit ihm Völker und Spezies, die bisher noch niemandem bekannt waren. Zum anderen standen Wissenschaft und Glauben immer im Widerstreit zueinander, wenn die Bajoraner – in deren Nähe sich die Station befand – wieder einmal ihren Weg gingen und nicht den von der Föderation gewohnten, vor allem in Bezug auf die cardassianischen Erbfeinde, unter deren Besatzung sie über Jahrzehnte gelitten hatten.

Als erste der „Star Trek“-Serien wurde sie düster und mit einem durchlaufenden Handlungsbogen ausgestattet, was nicht zuletzt an der erfolgreichen Konkurrenz lag, die neue Maßstäbe setzte: „Babylon 5“. „Deep Space Nine“ musste wohl oder übel nachziehen und wurde so sehr untypisch für das Universum. Dem tragen auch die Romane Rechnung, die drei Monate nach dem Ende der Fernsehserie spielen. Der Krieg gegen das Dominion mag zu Ende sein, und die Feinde aus dem Gamma-Quadranten können nicht mehr zurückkehren, aber noch gibt es Verbände und Flotten, die die Region durchstreifen und Rache wollen.

Benjamin Sisko, der ehemalige Kommandant der Station, ist zum Volk seiner Mutter zurückgekehrt, was ihn in den Augen der Bajoraner, die die Wurmlochwesen als göttliche Entitäten ansehen, noch mehr zu einem Auserwählten macht und seinen Sohn Jake Sisko gleich mit ihm. Der junge Mann sucht auf einer alten Ausgrabungsstätte auf Bajor Antworten und findet schließlich einige, die ihm nicht ganz so behagen und auch sein noch ungeborenes Halbgeschwisterchen betreffen.

Derweil versucht Kira Nerys, auf „Deep Space Nine“ die Ordnung wieder herzustellen, was gar nicht so einfach ist. Den Posten des Sicherheitschefs hat ausgerechnet Ro Laren übernommen, die bis vor kurzen für den Maquis gegen die Cardassianer gekämpft hat. Zwar weiß sie, wie sie mit den meisten umgehen muss, aber sie hat kaum Rückhalt bei den Angehörigen der Sternenflotte, die sie als Deserteurin sehen. So stehen die beiden Frauen vielen Problemen gegenüber und erhalten nur wenig Unterstützung. Sie ahnen nicht, dass sich die Lage schon bald verschlimmern könnte, denn die „Enterprise“, das Flaggschiff der Föderation, hat eine Entdeckung gemacht, die ihr Leben bald völlig auf den Kopf stellen könnte.

Vor allem Fans der Serie dürften die neure Romanreihe lieben. Es gibt ein Wiedersehen mit den alten Helden aus „Deep Space Nine“ und „The Next Generation“, auch beliebte Nebenfiguren wie Ro Laren wurden zurückgeholt. Die ganzen Auftritte von Captain Picard und seiner Crew oder den Figuren auf der Station und die Entwicklungen auf dieser nehmen allerdings so viel Raum ein, dass die eigentliche Handlung noch nicht in Gang kommt und der Roman selbst offen endet. Bisher gibt es nur Andeutungen, die mit dem Fund der „Enterprise“ und einer alten Prophezeiung zusammen hängen, die Jake auf Bajor entschlüsselt. Dementsprechend flach ist die Spannungskurve und zieht erst zum Ende hin an, so dass man gar nicht anders kann, als sich auch noch den zweiten Band zuzulegen.

Alles in allem machen die Autoren ihre Arbeit sehr gut. Die Figuren sind klug und glaubwürdig weiter entwickelt, man erkennt sie problemlos wieder und ist gespannt, wie sie mit den neuen Gegebenheiten zurechtkommen. Da man schon wissen sollte, wie die Serie endete, wenden sich die Romane in erster Linie an die Fans und nicht an Gelegenheitsleser. Und die werden durch das erste Buch von „Offenbarungen“ neugierig gemacht, wie es denn auf „Deep Space Nine“ weiter geht.

Copyright © 2010 Christel Scheja (CS)
 
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