Segler im Sternenwind

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Michael Marcus Thurner
Perry Rhodan – Die Tefroder 02

Heyne (2009)
ISBN 9783453526341
Taschenbuch, Science Fiction
Umfang: 351 Seiten
Umschlagbild: Oliver Scholl

www.heyne.de

Perry Rhodan und einige verbündete Wesen aus Andromeda nehmen an einem Pilotflug der Transgenetischen Allianz teil, um einen Bahnbrechenden neuen – und vor allem intergalaktisch nutzbaren –  Schiffsantrieb zu testen. Doch das Raumschiff FARYDOON mit dem Prototyp wird von den Gui Col-Piraten im blutigen Kampf brutal gekapert und entführt. Nur durch harte Gegenwehr mit den Myrmidonen-Söldnern und viel Glück kann Rhodan mit einem Teil seiner Gefährten im Begleitschiff CANNAE vorerst entkommen.

Er findet Hilfe durch die Erleuchteten Kauffahrer, welche die direkten Konkurrenten der Gui Col darstellen. Doch deren Geschäftsführender Direktor Thry Aswe ist nicht viel besser als die Piraten. Trotzdem ermöglicht er ein Ablenkungsmanöver der Kauffahrer und Perry Rhodan und seinem Team gelingt die scheinbar heimliche Landung auf Hort Nooring, einem der Hauptplaneten der Gui Col. Perry tappt er in eine Falle von Cha Panggu, dem Piratenanführer, der die Kaperung der FARYDOON geplant und befohlen hatte. Cha Panggu trägt den Beinamen Der Teufel, der Gold bringt. Und diesen trägt er absolut zu Recht. Er lässt Perry Rhodan und mehrere seiner Begleiter zu Cyberoiden umoperieren, um sie in Gladiatorähnlichen Spielen auftreten zu lassen.

Die Geschändeten erwachen nach der Umwandlung und zerbrechen fast an den Veränderungen. Gliedmaßen wurden getauscht und dies nicht nur wie bei Rhodan im Tausch der beiden Hände, sondern auch von einem Freund zum anderen. Dabei schreckt Cha Panggu auch nicht davor zurück, Roboterbestandteile mit biologischen zu mischen, Ergänzungen und Behinderungen einoperieren zu lassen, wie es ihm beliebt. Hannibal Lecter ist ein Waisenknabe gegen den Gui Col-Piraten. Die Freunde erleiden Folterungen, gnadenlose Kämpfe, bei denen sehr viele Cyberoiden sterben. Spät – für manche Gefangenen zu spät – nimmt ein Verräter der Gui Col Kontakt mit Perry Rhodan auf und bietet eine Fluchtmöglichkeit…

Dieser zweite Teil der Trilogie Die Tefroder besticht im Grunde nur durch die Grausamkeiten der Gui Col und das Leid, das Perry Rhodan und seine Gefährten körperlich und geistig erleiden müssen. So hart musste der relativ Unsterbliche selten um sein Leben kämpfen. Leider kommt dabei aber wenig Spannung auf, da sich Gräuel an Gräuel reiht, Demütigung an Folter, Spott und Hohn begleiten jeden Kampf. Auch einige eingestreute sexuelle Andeutungen tragen wenig zu einer wirklich faszinierenden Geschichte bei. Der Autor Michael Marcus Thurner hat in anderen Geschichten besseres geschrieben, hier hat er das Klassenziel zwar erreicht, aber Science Fiction war das nicht, eher ein Mix aus Gladiator und Das Schweigen der Lämmer.

Copyright © 2009 by Werner Karl
 
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