Sternenspiel 1

sternenspiel-1Sergej Lukianenko
Sternenspiel 1 (von 2)

Zvezdy – Cholodnye Igruski, Russland, 2007
Heyne Verlag, München, dt. Erstausgabe: 1/2009
Taschenbuch, Science-Fiction 52411
ISBN 9783453524118
Aus dem Russischen von Christiane Pöhlmann
Titelillustration von Dirk Schulz

www.randomhouse.de/heyne/
www.lukianenko.ru/rus/
www.indigo-online.de

„Sternenspiel“ ist nach „Spektrum“ (Heyne TB 52233), „Weltengänger“ (Heyne TB 52349) und „Weltenträumer“ (Heyne TB 52460) der vierte SF-Roman des russischen Autors Sergej Lukianenko, der vor allem durch seine „Wächter“-Romane bekannt geworden ist („Wächter der Nacht“ [Heyne TB 53080], „Wächter des Tages“ [Heyne TB 53200], „Wächter des Ziwelichts“ [Heyne TB 53198] und „Wächter der Ewigkeit“ [Heyne TB 52255]).

Der Menschheit ist die Entwicklung des ‚Jumpers’ gelungen, eines interstellaren Antriebs, mit dem eine Distanz von genau zwölf Lichtjahren überbrückt werden kann. Das ist ein merkwürdiger Kontrast zu der übrigen Raumfahrttechnik, die dem heutigen Stand entspricht; „Sternenspiel“ ist offenbar nur wenige Jahre in der Zukunft angesiedelt. Die Menschheit traf bei ihrem Vorstoß ins All auf die so genannte ‚Konklave’, die ‚neun Starken Rassen’, die die bekannte Galaxis beherrschen und den übrigen Spezies ihre Rollen zuweisen. Im Fall der Menschen die von ‚Galaktischen Fuhrleuten’, da sie als einzige in der Lage sind, die Auswirkungen des Jumps zu überstehen.

Pjotr Chrumow ist Pilot einer russischen Raumfähre. Nach dem Start von Hyxi-43 entdeckt er einen blinden Passagier an Bord seines Fahrzeugs, einen reptilienartigen Zähler, und bringt ihn zur Erde. Dort verschwindet der Zähler; Pjotr trifft ihn bei seinem Großvater, der sich intensiv mit der Situation der Menschheit in der Konklave auseinandergesetzt hat, wieder. Der Zähler überzeugt Pjotr, seinen Großvater und ihre Begleiterin Mascha, an einem Komplott teilzunehmen, das die Menschheit und andere Rassen aus der Abhängigkeit von der Konklave befreien soll. Die Krieger-Rasse der Konklave, die Alari, sind auf eine Spezies gestoßen, die den Starken Rassen mindestens ebenbürtig ist.

Pjotr und seine Begleiter bemächtigen sich einer Raumfähre und treffen sich mit den Alari, die unter schweren Verlusten ein kleines Raumschiff der unbekannten Rasse gekapert haben. Diese Spezies, wegen ihrer Vorliebe für übersichtliche Formen ‚Geometer’ genannt, gleichen den Menschen bis in das Genom. Die zweite Hälfte des Romans schildert die Flucht des gefangenen Geometer-Piloten vom Raumschiff der Alari, seine Rückkehr und seine Re-Integration in seine Gesellschaft, die erheblich durch seinen fast vollständigen Gedächtnisverlust erschwert wird – für erfahrene Leser ist es natürlich nicht schwer zu erkennen, wer sich hinter dem Geometer Nik Rimer tatsächlich verbirgt.

Dem Roman liegt nur eine interessante, ungewöhnliche Idee zugrunde: die Rolle der Menschheit als galaktische Fuhrleute. Alles andere sind bekannte Sujets: die Konklave, die die übrigen Spezies beherrscht, oder die konformistischen Geometer mit ihren Regressoren und Progressoren, die sie in anderen Kulturen und in ihrer eigenen Gesellschaft einsetzen. Die Mission Pjotr Chrumows auf der Heimatwelt der Geometer ist nur mäßig gefährlich für ihn; als er seine wahre Identität erkennt, gewinnt er durch die Aktivierung eines Symbioten eine unschlagbare Überlegenheit über die Geometer. Eine Erklärung für die biologische Identität der Menschen mit den Geometern liefert Lukianenko nicht; es wird lediglich ausgeschlossen, dass die Geometer aus der Zukunft stammen.

„Sternenspiel“ ist offenbar genau wie „Weltengänger“ und „Weltenträumer“ als Doppelband konzipiert. Pjotr erkennt zum Ende des Buches, dass die Geometer keineswegs die Menschen und andere Rassen aus der Bevormundung der Konklave befreien können. Außerdem ist die Frage nach dem Grund für die Identität von den Menschen und den Geometern noch nicht geklärt, aber es bleibt noch die Parallelwelttheorie…

Die Handlung wird in „Sternenschatten“ (Heyne TB 52553) fortgesetzt werden. Das kann die Beurteilung von „Sternenspiel“ nachträglich relativieren, das für sich betrachtet ein unspektakuläres, zeitweise weitschweifiges Weltraumabenteuer ist. (armö)

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