Testakte Kolibri

Nikolai von Michalewsky
Testakte Kolibri

Mark Brandis-Weltraumpartisanen 7
Wurdack-Verlag, 11/2008
Broschiert, SF, 978-3-938065-40-2,160/1200
Titelbild von Ernst Wurdack

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Nikolai von Michaelwski begann um 1970 die Abenteuer von „Mark Brandis“ zu erzählen, die am Ende 31 Bände umfassen sollten. In den Romanen, die meistens nicht mehr als 200 Seiten hatten, beschäftigte er sich genauso mit politischen wie mit wissenschaftlichen Themen, vergaß aber darüber auch nicht, spannende Abenteuergeschichten zu konzipieren.

Zwar mag das Setting teilweise etwas altmodisch wirken, weil die Forschung die Fantasie längst überholt hat; die Reihe hat allerdings kaum etwas von ihrer Aktualität und Brisanz verloren, weil sie sich hauptsächlich mit den Menschen beschäftigt.

Nachdem das Schreckensregime des Generals Smith Geschichte ist, hat Mark Brandis seine Freundin Ruth O’Hara geheiratet und ist in die private Forschung zurückgekehrt. Er beschäftigt sich zusammen mit anderen mit der Entwicklung eines Fahrzeugs, das sich sowohl im Wasser als auch in der Luft und im Weltraum fortbewegen kann. Die Fabrikationsreihe mit dem Namen ‚Kolibri’ soll die Raumfahrt revolutionieren.

Doch noch ist die Technik voller Schwierigkeiten und Tücken: Immer wieder passieren Unfälle und lichten die Reihen der Testpiloten, zu denen ständig neue Männer stoßen. Besonders angetan ist Mark Brandis von Grischa Romen, der ganz offensichtlich Zigeuner-Vorfahren hat.

Dessen Freundlichkeit und Herzlichkeit muntern ihn bei all seinen Sorgen immer noch auf.

Doch schließlich ist nicht mehr zu leugnen, dass die Kolibri-Testreihe zum Scheitern verurteilt ist. Wie Mark schon bald schmerzlich herausfindet, ist Einiges mehr dafür verantwortlich, als er vermutet hat…

Auch heute wagen Menschen immer noch eine Menge, wenn sie neue Fahrzeuge und Maschinen ausprobieren. Von ihren Ängsten und Sorgen erzählt Nikolai von Michalewsky durch seinen Helden, der zwar schon so einige Erfahrungen und entsprechende Erlebnisse gemacht hat, der aber bei all dem Mensch geblieben ist.

Man merkt Mark Brandis niemals Gleichgültigkeit gegenüber dem Tod von Kameraden an, und er versucht, aktiv Schlimmeres zu verhindern. Das sind Dinge, die immer aktuell bleiben werden, egal wie sehr sich die Technik weiterentwickelt und verändert. Und sie erweitern den Charakter von der Hauptfigur um neue Aspekte, die man früher noch nicht an ihm entdeckt hatte. Zudem lernt man neue Figuren kennen, die einem auch gleich ans Herz wachsen, so wie Grischa Romen.

Der Autor beweist mit diesem Band, dass er sich damit auch auf dem Parkett der Forschung sicher bewegt und mehr als nur politische Abenteuer schreiben kann. Gerade die Vielzahl an Themen macht die Serie so lebendig und abwechslungsreich, denn sie zeigt immer wieder aufs Neue, wie unterschiedlich Science Fiction sein kann.

Deshalb zählt die Reihe „Mark Brandis“ nicht grundlos zu den zeitlosen Klassikern. Umso mehr sollte man sich daher über die ansprechend gestaltete Neuauflage freuen. (CS)

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Weltraumpartisanen 07. Testakte Kolibri

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