Titan 04 – Schwert des Damokles

schwert-des-damoklesGeoffrey Thorne
Titan 04 – Schwert des Damokles
Star Trek

Star Trek Titan: Sword of Damocles, USA, 2007
Cross Cult, Asperg, 8/2009
TB, SF
ISBN 9783941248045
Aus dem Amerikanischen von Stephanie Pannen
Titelgestaltung mit Fotos von Paramount Pictures

www.cross-cult.de
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In der Serie „Star Trek: Titan“ geht es in erster Linie um die Abenteuer von Captain William T. Riker, Counsellor Deanna Troi und der Crew seines ersten eigenen Kommandos. In den in sich geschlossenen Romanen wird die ursprüngliche Mission der ‚U.S.S. Enterprise’ wieder aufgegriffen, nämlich in Regionen des Weltalls vorzustoßen, in denen noch nie oder schon lange kein Mitglied der Föderation mehr gewesen ist. Nach ihrer ersten Bewährungsprobe, bei der sie gute alte Bekannte eines Volkes retteten, das sie von früher her kennen, dringt die ‚U.S.S. Titan’ weiter in unbekannte Gebiete vor. Schon bald stoßen sie auf den Planeten Orisha. Die insektoiden Bewohner sind hochintelligent und haben sogar schon Warptechnologie entwickelt, setzen diese aber nicht für die Raumfahrt ein. Stattdessen leben sie weiterhin in einer archaisch wirkenden Welt und tief unter der Oberfläche. Grund dafür ist ein Himmelskörper, der sie seit undenklichen Zeiten mit tiefer Furcht und Aberglauben erfüllt.

Sie sind sich sicher, dass ‚Das Auge’ sie beobachtet und nur auf einen Moment lauert, um sie wieder niederzuwerfen. Und Spuren früherer Zivilisationen deuten darauf hin, dass an diesen Behauptungen etwas Wahres ist, denn die anderen Kulturen sind immer wieder vernichtet worden, wenn sie den Sprung ins Weltall wagen wollten. Riker und seine Crew stehen nun vor dem Dilemma, ihnen helfen zu wollen, aber es nicht zu dürfen, weil die ‚Erste Direktive’ den Kontakt mit Zivilisationen verbietet, die noch nicht selbst in den Weltraum vorgestoßen sind und die überlichtschnelle Raumfahrt noch nicht entdeckt haben. Doch als sich etwas verändert und ‚das Auge’ auch die ‚Titan’ zu bedrohen beginnt, entscheiden sie sich, nun doch Kontakt mit den Orishanern aufzunehmen, um mehr über ‚das Auge’ zu erfahren. Doch das Shuttle mit der kleinen Gruppe, die das in Angriff nehmen will, gerät in eine Katastrophe und stürzt auf Orisha ab. Die Überlebenden müssen feststellen, dass Riker und die ‚Titan’ vielleicht vernichtet worden sind. Und vor allem einer – der immer noch sehr seiner Religion verhaftete Bajoraner Jaza – wird schwer auf die Probe gestellt, was Glaube, Vertrauen und Wissenschaft angeht…

Wieder beweist die „Star Trek: Titan“-Reihe, dass sie ihren Prinzipien treu bleibt und den alten Geist roddenberyscher Visionen wachruft. Es geht um Toleranz und Respekt, man öffnet sich neuen Wegen, akzeptiert anderes Verhalten und versucht, dem Anspruch gerecht zu werden, die Regeln der Föderation zu achten. Dabei bleiben die Angehörigen der Crew der ‚Titan’ doch immer Menschen und Angehörige ihrer eigenen Völker, erlauben sich Schwächen und Fehler, Ängste und Unzulänglichkeiten. Aber gerade diese helfen ihnen im entscheidenden Moment, die richtige Lösung zu finden. Das ist auch dieses Mal der Fall. Und besonders gelungen ist der Schluss, in dem sich erweist, dass auch die Wissenschaft wahren und tiefen Glauben nicht zerstören kann. Zudem giert nicht jedes Volk nach den Segnungen der Föderation.

Wie immer werden die Ereignisse sehr spannend und nah an der „Star Trek: The Next Generation“-Serie in Szene gesetzt. Überraschenderweise treten diesmal die bekannten Figuren etwas in den Hintergrund und machen anderen Charakteren Platz, die bisher nur eine Nebenrolle eingenommen hatten. Die Handlung überrascht außerdem durch interessante Wendungen und Entwicklungen, die man nicht immer vorausahnen kann, und stellt den Leser, der mehr als nur Action und Abenteuer erwartet, sehr zufrieden. Alles in allem kann „Schwert des Damokles“ den Standard der Vorgängerromane halten und bietet neben einer unterhaltsamen Handlung all das, was das „Star Trek “-Universum über viele Jahre so besonders macht – ideal für alle Fans, die den Serien der letzten zwanzig Jahre nachtrauern und neue Abenteuer im alten Stil lesen wollen. (CS)

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