F.E.A.R. – First Encounter Assault Recon, Ultimate Edition

F.E.A.R. – First Encounter Assault Recon, Ultimate Edition

Sierra/Monolith, USA, 11/2008
Game, 2 DVD-Set für Windows XP/2000, Horror, Action, ASIN: B000XSKRNY, USK KJ/ab 18 Jahren, ca. EUR 53.-

www.sierra.com

Dieses Set enthält das Hauptspiel „F.E.A.R.“ sowie die beiden Add-ons „Extraction Point“ und „Mission Perseus“.
„F.E.A.R.“ (erschienen 2005):

In einem geheimen Forschungslabor, bezahlt von der US-Regierung, laufen die dort geschaffenen Clon-Krieger Amok. Angeführt von dem telepathisch veranlagten Paxton Fettel töten sie ihre Wachen und machen sich im Anschluss daran, das Gelände zu verlassen. Was genau sie wollen, ist nicht bekannt. Eines ist jedoch sicher – wird Fettel ausgeschaltet, ist die Clon-Armee keine Bedrohung mehr.

Um dies zu bewerkstelligen, schickt das Militär ein kleines Sonderkommando los, das First Encounter Assault Recon-Team; spezialisiert auf paranormale Zwischenfälle.

Doch vor Ort angekommen, erleben die Mitglieder des Teams eine Überraschung. Zum einen ist Fettel nicht allein, denn er wird von einem ca. achtjährigen Mädchen namens Alma unterstützt, das ebenfalls über paranormale Fähigkeiten verfügt. Zum anderen wenden sich die verbliebenen Wachen der Forschungseinheit plötzlich gegen das F.E.A.R.-Team – ein Kampf an allen Fronten entbrennt.

„F.E.A.R. Extraction Point“ (erschienen 2006):

Dieses Add-on setzt exakt am Ende des Hauptspiels an und erzählt die Geschichte nahtlos weiter. Durch die jüngsten Ereignisse überrascht, muss sich der Protagonist durch eine U-Bahn zu einer Klinik durchschlagen, um sich dort mit einer Team-Kameradin zu treffen und noch offene Fragen zu klären. Doch auch die Clon-Armee sowie Sicherheitsbeamte der Forschungseinrichtung sind vor Ort…

„F.E.A.R. Mission Perseus“ (erschienen 2007):

Dieses Add-on spielt während und nach dem Hauptspiel und bietet einen neuen Protagonisten, der Mitglied eines zweiten F.E.A.R-Teams ist. Gemeinsam mit seinen Kameraden soll er in der geheimen Forschungseinrichtung nach Daten eines zweiten Projekts suchen, welches sich Projekt Perseus nennt. Doch die Verantwortlichen sind nicht begeistert von dieser Idee und versuchen, die Beweise zu vernichten, gleichzeitig aber etwas Genmaterial einer Quelle zu sichern, die essentiell für alle Projekte dieser Anlage zu sein scheint – die achtjährige Alma.

Eine Armee gut ausgebildeter Söldner dringt in den Komplex ein und schaltet jede Bedrohung aus, während die Clon-Krieger und Sicherheitsbeamten einander bekämpfen. Abermals gerät das F.E.A.R-Team zwischen die Fronten bei dem Versuch, seinen Auftrag zu erfüllen…

Bei „F.E.A.R.“ handelt es sich um einen First Person Shooter mit Gruseleinlagen und ein paar sehr simplen Rätseln. Die meiste Zeit ist der Spieler damit beschäftigt, sich gegen Feinde zu verteidigen und diese mit allerlei Waffen zur Hölle zu schicken – in eine Hölle, aus der Alma Wade und Paxton Fettel zu kommen scheinen.
Denn neben der Mission muss sich der Spieler auch mit den paranormalen Erscheinungen innerhalb des Komplexes befassen. Da tauchen Geister auf, der Spieler erfährt in Skript-Sequenzen mehr über die Vergangenheit seines Protagonisten, und Schemen fliehen vor ihm, um plötzlich in Sackgassen einfach zu verschwinden. Dies alles macht „F.E.A.R.“ zu einem atmosphärischen Horror-Shooter, der einen nicht nur an den Bildschirm zu fesseln versteht, sondern auch mit immer neuen Schock-Momenten zu erschrecken weiß.

Zur Langzeitmotivation tragen auch die klug agierenden Gegner bei, die geschickt in Deckung gehen oder sich sogar welche schaffen, einer gewissen Taktik folgen und auf diese Weise alles andere als leicht zu knacken sind.

Die Waffen, mit denen man gegen die Bedrohung vorrückt, tun ihr Übriges, um aus „F.E.A.R.“ ein erstklassiges Spiel zu machen.

Viel Licht also und kein Schatten? – Leider nein!

Denn auch wenn die Handlung spannend erzählt wird, ähneln sich die Levels vor allem im Hauptspiel sehr. Zudem kommt mit der Zeit eine gewisse Routine und Langeweile auf, wenn man immer gegen den gleichen Gegnertyp kämpfen muss. Mit der Zeit beschleicht einen außerdem der Verdacht, dass manche Levels nur dazu dienen, das Spiel in die Länge zu ziehen. Die Handlung wird nicht vorangetrieben, man kämpft sich eben so durch, weil einem das Spiel keine andere Wahl lässt.

Dies gilt auch für die beiden Add-ons, obwohl sich dies im zweiten Add-on deutlich gebessert hat.

Die Steuerung, für einen Shooter typisch mit den WASD-Tasten und der Maus, ist flüssig und bietet keine Kritikpunkte, der Sound unterstützt die Atmosphäre und die verwendete Engine spielt ihre Stärke in den engen, düsteren Räumen und Gängen der Levels voll aus, verliert aber ein wenig bei Außenlevels.

Zartbesaitete Spieler und jene, die mit Blut und Gore nichts anfangen können, sollten sich jedoch von diesem Spiel fernhalten, denn die Alterseinstufung KJ wurde zu Recht vergeben. Obwohl es gegenüber dem englischen Original geschnitten wurde, ist der Anteil an entsprechenden Szenen enorm hoch.

„F.E.A.R.“ ist ohne Zweifel ein atmosphärisches Spiel und ein Glanzpunkt seines Genres, hat aber auch einige kleine Schwächen. Dennoch fesselt es auf Stunden an den PC und macht Lust auf das bald erscheinende „F.E.A.R. 2 – Projekt Origin“. (GA)

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