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Phöenix aus Asche

1937 explodiert das deutsche Luftschiff „Hindenburg“ am Himmel über Lakehurst in den USA. Noch Jahre später versucht einer der Überlebenden zu klären, wieso dies geschah; er entlarvt nicht nur die Urheber, sondern findet seine verschollene Liebe wieder … – Mischung aus Historien-Thriller und Liebesgeschichte, wobei die Verknüpfung nicht immer gelingt; auch aufgrund der persönlichen Verbindung des Verfassers zur „Hindenburg“-Historie – sein Vater steuerte das Luftschiff – entwickelt sich dennoch eine spannende, berührende Geschichte.

Das Verbrechen

Als man US-Staat Oklahoma Erdöl entdeckt, sprudelt es ausgerechnet auf indianischem Grundbesitz. Die Osage werden reich, doch ab 1920 beginnen sie zu sterben. Das Gesetz interessiert sich wenig dafür, was das junge FBI auf den Plan ruft. Schwierige Ermittlungen decken ein Mordkomplott auf, in das lokale Geschäftsleute, Politiker, Juristen und Ordnungshüter verstrickt sind … – Bis heute warten die Osage vergeblich auf Gerechtigkeit oder wenigstens vollständige Aufklärung. Autor Grann deckt kundig ein düsteres Kapitel der jüngeren US-Historie auf, das er durch eigene Recherchen um bisher unbekannte Fakten bereichern kann.

Wie bastel ich mir einen Zombie – Schaurig-schöne Geschichten aus der Wissenschaft

Das Sachbuch “Wie bastel ich mir einen Zombie – Schaurig-schöne Geschichten aus der Wissenschaft” beschreibt sehr anschaulich, ob es möglich ist einen Zombie zu erschaffen. […] Das Buch enthält somit verschiedene Geschichte, die sich der wissenschaftlichen Analyse des Themas widmen. So wird darauf eingegangen, wie am Gehirn herum manipuliert werden kann oder aber wie wir das Verhalten unserer Mitmenschen beeinflussen können. Auch auf die Definition des Lebens wird geschaut und verschiedene Ansichten dargelegt.

Es geschah im Dunkeln

In einem Broadway-Theater sorgt erst ein „Ghostwriter“ für Verwirrung und Verdruss, bevor er den eigentlichen Autor des gespielten Stückes umbringt. Weitere Versuche, es trotzdem aufzuführen, führen zu neuen Leichen … – Ihr 11. Fall führt die ebenso geniale wie soziopathische Polizistin Mallory in eine Welt der professionellen Täuschung, die sich als mörderische Spiegelung einer alten Bluttat erweist: Der verwickelte Plot ächzt spürbar unter der Last originell und schräg gemeinter Einfälle, dennoch bringt die Autorin ihr Werk routiniert über die Runden.

Tödliche Geschenke

Als der vor Jahren verschollene jüngere Sohn knochenstückweise auf der Veranda des Elternhauses auftaucht, versucht sein Bruder die Lösung des makabren Rätsels und lüftet dabei gleich mehrere sorgfältig vertuschte Familien- und Ortsgeheimnisse … – Mit dem üblichen Sinn für das Absurde entwirft die Autorin ein klassisches Krimi-Rätsel, das nach vielversprechendem Auftakt zähflüssig wird und bis ins theatralische Finale bleibt: Jenseits ihrer „Mallory“-Serie liefert O‘Connell hier nur Durchschnitt ab.

Der Mann, der die Wörter liebte

Jedes Wort der englischen Sprache soll ermittelt, erforscht und erläutert werden: Das „Oxford English Dictionary“ benötigt bis zur Vollendung sieben Jahrzehnte. Unter den Mitarbeitern ist ein wahnsinniger Mörder, dem die Forscherarbeit Halt und Trost bietet … – Autor Winchester findet für sein Thema – die eigentlich wenig spannende Geschichte des genannten Wörterbuchs – den idealen Einstieg über die Biografie von W. C. Minor: Ein Geisteskranker leistet Großes im Rahmen eines wahnwitzigen Projekts. Das Ergebnis ist ein Sachbuch mit Thriller-Qualitäten.

Gestohlene Welten

Landkarten waren und sind mehr als simple Wegweiser. Um das in ihnen fixierte Wissen entbrannten früher regelrechte Kriege. Heute sind alte Karten wertvolle Dokumente und begehrtes Diebesgut, das oft viel zu nachlässig geschützt wird … – Ein nur scheinbar papiertrockenes Thema der Historie wird kundig und spannend erläutert. Leider lassen die Abbildungen zu wünschen übrig, und der Autor wird ein wenig esoterisch; trotzdem ein Lern- und Lesevergnügen.

Die Papierverschwörung

Im London des Jahres 1719 gerät ein Privatermittler ins Getriebe einer Verschwörung, deren Mitglieder sich finanziell bereichern und die politische Macht an sich ziehen wollen; Mitwisser sind unerwünscht und wurden bisher erfolgreich ausgeschaltet … – Auf realhistorischem Fundament gründet Autor Liss einen trotz des Titels niemals trockenen, sondern schlüssigen und spannenden Historienthriller mit gut gezeichneten Figuren: zeitloses Lesefutter.

Von Mr. Holmes zu Sherlock – Meisterdetektiv. Mythos. Medienstar

Mit der Biografie des Arztes und Schriftstellers Arthur Conan Doyle beginnt der Autor seine Geschichte von Sherlock Holmes, der von einer Literaturfigur zu einer multimedialen Weltmacht und einem globalen Kult mutierte, sich dabei stetig weiterentwickelte und weiterhin neu erfunden wird … – (Manchmal allzu) detailverliebte, vor allem die Jahre bis ca. 1970 sehr ausführlich behandelnde, später abflachende und ausfasernde Darstellung, die leider auf Bilder fast völlig verzichtet; dennoch ein ebenso informatives wie unterhaltsames Buch.