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Shirker

Ein ausgebrannter Spekulant gerät im neuseeländischen Auckland zufällig auf die Spur eines womöglich unsterblichen Serienmörders. Fasziniert und auf der Suche nach einem neuen Lebensinhalt kommt er diesem mit fatalen Folgen zu nahe … – Mit kühlen Worten und knappen Sätzen erzählt der Autor nicht nur einen (phantastischem) Thriller, sondern schildert auch ein sinnleeres Großstadtleben. Das Ergebnis ist konsequent düster, rätselhaft und sehr spannend; kurzum: ein gar nicht alltägliches Lesevergnügen.

Franklin Flyer

Der junge US-Amerikaner Franklin Flyer, ein Abenteuer und Erfinder, wird in den 1930er Jahren in eine Nazi-Verschwörung verwickelt. Später steigt er zu einem der reichsten Männer des Landes auf, während er gleichzeitig als Geheimagent im Dienst der Regierung die Welt bereist und dabei haarsträubende Abenteuer erlebt … – Ein ‚literarischer‘ Abenteuerroman. Was das sein soll, muss der Leser selbst entscheiden. Objektiv beurteilt ist „Franklin Flyer“ ein fabelhaft geschriebenes, sehr unterhaltsames, mit einprägsamen Figuren besetztes Stück ‚Edel-Pulp‘. Überflüssig wirken diverse übernatürliche Elemente, weil sie gar zu deutlich als intellektuelle Spielerei ohne echten Handlungsbezug erkennbar sind.

The Hunter

Berufsverbrecher Parker wurde von einem Ganovenkollegen sowie seiner eigenen Gattin gelinkt. Die verlorene Beute interessiert ihn nicht; Parker will Rache, wobei ihn keineswegs stört, dass sein Gegner inzwischen den Schutz des organisierten Verbrechens genießt: Parker ist unerbittlich, und wehe denen, die sich ihm in den Weg stellen … – Schon der erste von 24 „Parker“-Bänden gibt den Tenor vor: Lakonisch und moralfrei erzählt Autor Stark vom ‚Alltag‘ eines Gewaltverbrechers, der durch weniger fähige oder wortbrüchige ‚Kollegen‘ gefasst oder gar umgebracht zu werden droht, aber in der Krise einen kühlen Kopf und darin eiskalte Rachegedanken behält: zeitlos spannend!

Oxen – Das erste Opfer

Der traumatisierte Ex-Soldat Oxen wird zufällig Zeuge eines Mordes und gilt einerseits als verdächtig, während der dänische Geheimdienst ihn andererseits ‚überredet‘, sich notfalls außerhalb der Gesetze die Bluttat aufzuklären bzw. ein dahintersteckendes Komplott aufzudecken … – Kurz darauf sind genretypisch nicht nur mysteriöse Feinde, sondern auch verdächtige ‚Freunde‘ hinter Oxen her, der hier einen Kampf aufnimmt, der ihn (mindestens) zwei weitere Buchbände beschäftigen wird: keine skandinavische Krimi-Tristesse, sondern schnelle, spannende, aber nicht in Blut schwimmende Thriller-Unterhaltung.

Unter Fremden

Madiha ist eine junge Syrerin, die in einer Flüchtlingsunterkunft in Deutschland lebt. Ihre Flucht nach Deutschland hat sie eher unfreiwillig unternommen. Gehandicapt durch eine Gehbehinderung war die weite Reise auch beschwerlich und sie hat es nur mit Mühe geschafft. Ohne den jungen Harun, der ihr unterwegs geholfen hat, hätte sie Deutschland wohl nicht erreicht. Doch nun ist Harun verschwunden. Madiha hat er für diesen Fall seine Sachen versprochen. Doch Madiha will mehr. Sie will wissen wo er ist und was mit ihm geschehen ist.

Wenn ich dich hole

Insa Stensen ist mit Ihrem Sohn Lewe zu Besuch bei der Schwiegermutter in Norddeutschland. Nach einem Einkauf haben die beiden Frauen einen Autounfall und tauchen im Anschluss daran nicht mehr zu Hause auf. Dort aber wartet der neunjährige Lewe auf ihre Rückkehr und hat Angst. Er kontaktiert seinen Vater Bendix Stensen, der sich auf dem Rückweg von einer Geschäftsreise befindet, aber wegen schlechten Wetters in Heathrow am Flughafen festsitzt. Bendix versucht aus der Ferne seinem Sohn zu helfen und setzt sich auch mit der örtlichen Polizei, einem Dorfpolizisten, in Verbindung…

Der Brief

Marie lebt in Hamburg. Sie ist gesund, lebensfroh und bereits seit einigen Jahren mit einer Frau, Johanna, liiert. Dann erreicht sie ein ominöser Brief, gerichtet an sie selbst mit einer fremden Anschrift in Paris. Geschrieben wurde er von ihrer Freundin Christine aus Schultagen. Gesendet wurde er aus Berlin, obwohl Christine doch noch in der alten Heimat lebt. Der Brief ist merkwürdig. Er erzählt von Maries Leben, einem anderen Leben, dem Leben, dass sie angeblich in Paris lebt. Ein Leben mit Victor und ein Leben mit einer schwerwiegenden Erkrankung, einem Aneurysma im Kopf…

Der Krieg der Welten

Vom Mars kommen intelligente aber skrupellose Wesen auf die Erde, um sich hier eine neue Heimat zu schaffen. Die menschliche Zivilisation wird ausgelöscht, die hilflose Bevölkerung wie Nutzvieh gehalten. Der Untergang steht bevor, als sich die Natur einmischt … – Klassischer SF-Roman aus dem Jahre 1898, spannend verfasst von einem Vollblutschriftsteller, der die Handlung mit vielen philosophischen Fragen anreichert, was indes den Erzählablauf nie stört: ein zeitloses Meisterwerk, das mehr als ein Jahrhundert nach der Entstehung sein Publikum mit Leichtigkeit findet und auch zukünftig finden wird.

Die Zeitmaschine

Ein Zeitreisender gerät in eine ferne Zukunft, in der die Menschen das Paradies auf Erden geschaffen zu haben scheinen. Doch buchstäblich unter der Oberfläche lauert die hässliche Wahrheit … – Einer DER Klassiker der Science-Fiction-Literatur und bereits als solcher über Kritik eigentlich erhaben; allerdings ist dieser Kurzroman tatsächlich zeitlos spannend und immer noch eine Lektüre wert!

Der kleine Hobbit

Obwohl Hobbit Bilbo Beutlin sein ruhiges Dasein liebt, nimmt er an einer abenteuerlichen Expedition teil, an deren Ende die Begegnung mit einem listigen Drachen und der Kampf um ein untergegangenes Königreich stehen … – Schon der (separate) Auftakt zur Saga um den „Herrn der Ringe“ erzählt eine faszinierende, mit unvergesslichen Figuren besetzte, spannende und dramatische Geschichte, die wesentlich dichter als die Blockbuster-Filmtrilogie ist und schon deshalb nachhaltiger wirkt: Was ein „Klassiker“ tatsächlich ist, definieren zeitlose Werke wie dieses!