Goldmann

Das Gesetz des Sterbens

Im schottischen Edinburgh versucht die Polizei eine Reihe mysteriöser Rache-Morde zu klären sowie einem Gangsterboss aus Glasgow das Handwerk zu legen, bevor ein leichenreicher Unterweltkrieg ausbricht … – Obwohl inzwischen pensioniert, mischt sich John Rebus in seinem 20. Fall mit der üblichen Freude am autoritätsfeindlichen Intrigenspiel in einen spannend-verzwickten Fall ein: erneut ein unterhaltungsstarker, dem Krimi stets den Vorrang vor dem ‚Zwischenmenschlichen‘ gebender Thriller.

Die Gräber der Vergessenen

Ein grotesker Ritualmord und ein Familien-Massaker rufen die Kriminalpolizei der Stadt Edinburgh auf den Plan. Die politisch delikaten Ermittlungen werden einem fähigen aber querköpfigen Fahnder übertragen, den man notfalls als Sündenbock opfern kann; ein Risiko, das angesichts der allmählich aufgedeckten Ungeheuerlichkeiten zur realen Lebensgefahr mutiert … – Der vierte Kriminalroman um Inspektor Tony McLean beginnt als „police procedural“ mit modern sozialkritischem Unterton, um final ganz ernsthaft eine ‚übernatürliche‘ Auflösung zu bieten: ein nicht ganz stimmiger, aber sehr unterhaltsamer Genre-Mix.

Ein Grab in Texas

Rancher Frank Gault jagt den Mörder seiner Frau. Der wurde gerade beerdigt, aber Gaults Rachedurst und Misstrauen lassen ihn weiter nachforschen, wodurch er in ein ganz anderes Verbrechen verwickelt wird, dessen Nutznießer den lästigen Störenfried definitiv loswerden wollen … – Obwohl die Geschichte im „Wilden Westen“ spielt, ist sie eher ein Krimi. Die völlige Abwesenheit von Genre-Klischees und Sentimentalitäten sorgen zusammen mit beachtlichen Figurenzeichnungen für spannende, zeitlose Unterhaltung.

Weißes Leuchten

In einem US-Südstaaten-Nest gerät eine zwielichtige Geschwisterschar ins Visier der Mafia. Ein Polizist gerät in ein altes, gut abgehangenes Geheimnis um Mord, Wahnsinn, Rache und Schuld, das ihn mit in den Strudel des Verderbens zu ziehen droht … – Der fünfte Fall von Dave Robicheaux ist erneut ein Meisterwerk des modernen Thrillers. So wichtig wie der gut konstruierte Plot ist die Louisiana-Hitze, die Leidenschaften kochen und altes Unrecht reifen lässt, bis die Eiterblase platzt: uneingeschränkte Leseempfehlung.

Dark Universe – Der Aufbruch

Nach einem Atomkrieg hausen die wenigen Überlebenden unter der Erde, wo sie sich ohne Licht nur mit den Ohren orientieren. Als von der Oberfläche fremde Wesen eindringen, muss man mit Traditionen brechen und alte Ängste überwinden … Unerhört plastisch schildert Autor Galouye einen rein ‚akustischen‘ Menschenalltag; durchweg spannend steuert die Handlung konsequent auf ihre logische Auflösung zu.

Totenkalt

Als im schottischen Städtchen Banff mehrere Leichen auftauchen, wird die örtliche Polizei durch eine Gruppe Sonderermittler ‚verstärkt‘, die vor allem für Hektik und Unruhe sorgen. Trotz privaten und beruflichen Drucks kommt ein unkonventioneller Polizist dem Täter auf die Schliche … – Der 10. Roman der Logan-McRae-Serie bietet das übliche Durcheinander aus Kriminalfall und (krimineller) Nebenhandlung, was Autor MacBride mit der typischen Mischung aus Dramatik, Drastik und Slapstick präsentiert: Das Ergebnis ist spannend und witzig sowie deutlich überraschungsstärker als der Vorgängerband.

Tödliche Täuschung

Ein prominenter Architekt bricht sein Heiratsversprechen. Im London des Jahres 1860 ist das ein Verbrechen. Kurz darauf wird der Angeklagte umgebracht – und entpuppt sich als Frau! Der Privatermittler Monk versucht das Verbrechen und seine Vorgeschichte zu klären … – Dabei gerät Monk – in seinem 9. Fall – wie üblich in das Mahlwerk einer bigotten aber skrupellosen Oberschicht, die zwecks Sicherung ihrer Pfründen und Privilegien buchstäblich über Leichen geht: Die durchaus unterhaltsame Story leidet unter der gefühlsduseligen Darstellung und Klischees, was sie für das anvisierte Zielpublikum erst richtig lesenswert macht.

Tödliches Netz

Ein allzu neugieriger Hacker wird vom Auftraggeber umgebracht. Die Schwester lässt wird von der dummen Polizei abgewiesen und wendet sich hilfesuchend an einen guten Freund des Verstorbenen. Dieser – ebenfalls ein Datendieb – geht der Sache nach und kommt einem Komplott auf die Spur, das ihn und seine Begleiterin in höchste Gefahr bringt … – Stromlinienförmiger und anspruchsloser, dabei flotter, spannender und politisch angenehm unkorrekter Thriller, dessen Unterhaltungswert durch allzu intensives Schwelgen in (zudem längst veraltetem) Hard- und Software-Wissen leidet.

Flamingo

Nachdem ihn ein verurteilter Killer schwer verwundet hat und geflüchtet ist, lässt sich Polizist Robicheaux als Undercover-Agent in die Unterwelt der Südstaatenmetropole New Orleans einschleusen, die ihn unheilvoll anzuziehen und in ihren kriminellen Bann zu ziehen droht … – Dieser frühe Thriller der bemerkenswerten Robicheaux-Serie erzählt nicht nur eine spannende Geschichte, sondern stellt meisterhaft die persönliche Odyssee eines innerlich zerrissenen Anti-Helden dar: ein weiterer Höhepunkt in der Bibliografie eines großartigen Schriftstellers!

Das Leuchten einer Sommernacht

Lynne arbeitet für die Organisation „Gute Fee“, die es sich zum Ziel gesetzt hat schwer erkrankten Kindern einen Herzenswunsch zu erfüllen. Eines der Kinder, die Lynne mit ihrem Engagement glücklich machen möchte, ist Winnie. Das neunjährige Mädchen liebt Rugby und ist ganz aus dem Häuschen als sie einen Tag mit dem Rugbyteam „Cardiff Greens“ verbringen darf. Doch auch für Lynne wird dieser Tag zu einem überraschenden Ereignis, denn in der Mannschaft gibt es einen neuen Spieler. Sein Name ist Reed Rivers…