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Star Trek Voyager – Das offizielle Logbuch

Sieben Jahre „Star Trek – Voyager“, präzise bis penibel nacherzählt von Paul Ruditis, dem „offiziellen“ Chronisten dieser vierten ST-Serie. Ausführliche Inhaltsangaben werden begleitet von Beschreibungen der „Voyager“, ihrer Crew, diverser Aliens und fremder Orte, an denen man sich tummelte. Fast völlig fehlen Hintergrundberichte, von Kritik ist an keiner Stelle die Rede. Das Bildmaterial beschränkt sich auf Bildausschnitte aus den TV-Folgen sowie sorgfältig arrangierte Standaufnahmen; es gibt keine Fotos davon, was hinter den Voyager-Kulissen geschah. Es bleibt die ordentlich layoutete und sauber gedruckte, aber von Nebensächlichkeiten wimmelnde Faktensammlung eines besessen anmutenden ST-Fans, die in dieser Ausführlichkeit kaum interessiert und über weite Strecken langweilt.

Riesenkraken der Tiefsee

Der Autor stellt nicht nur den legendären Riesenkalmar als biologische Tatsache dar, sondern dokumentiert auch die Spuren, die dieses gigantische Tier in Geschichte, Wissenschaft und Kunst hinterlassen hat. Richard Ellis schreibt allgemeinverständlich und bietet eine Fülle faszinierender Fakten. Die deutsche Ausgabe leidet unter ihrem schwächlichen Layout: trotzdem ein wunderbares Sachbuch!

Tolkiens Reise nach Mittelerde

Der Autor – ein Kulturhistoriker – legt offen, aus welchen Quellen J. R. R. Tolkien für seinen Mittelerde-Mythos schöpfte, in dem der „Herr der Ringe“ nur eine Episode darstellt; die Darstellung schürft tief dort, wo der Verfasser sich fachlich trittsicher fühlt, wirkt aber fahrig, wenn Snyder auf die multimedialen Nachwehen von Tolkiens Werk eingeht: dennoch eine lesenswerte, über das Nachplappern fannischer Allgemeinplätze erhabene Darstellung, die das komplexe Thema gut im Griff hat.