Heyne

Himmelsfluss

Band 4 der „Bobiversum“-Serie führt diese zu einem Neustart, der zwar wichtige Handlungsstränge der Vorgeschichte nicht vergisst, aber eine Richtung einschlägt, der den Gesamtgeschehen Schwung verleiht, obwohl deutliche Anleihen an SF-Klassiker wie „Ringwelt“ (von Larry Niven) oder die „Gäa“-Trilogie (von John Varley) recht deutlich werden: bekömmliches Lesefutter für die Fans abenteuerlich-einfallsreicher Science Fiction.

Supernova

Die Kinder übernehmen den Planeten Erde. Sie spielen – und morden – und erschaffen eine ‚neue Welt‘ jenseits ‚erwachsener‘ Wertvorstellungen. Autor Liu nimmt diesbezüglich kein Blatt vor den Mund und beschreibt eine ganz und gar nicht ‚kindliche‘, d. h. ‚unschuldige‘ Zukunft. Tatsächlich ignoriert er jene Vorgaben politischer Korrektheit, die Kinder zu Engeln verklären. Das Ergebnis ist kein gelungener, aber interessanter Roman.

Die Letzte macht das Licht aus

Dies ist ein umwerfendes Buch, beängstigend, erschreckend, fulminant erzählt und nichts für schwache Nerven, ein krasser ‚Runterzieher‘, aber eine wunderprächtige Lektüre. Wer sich nicht vor deprimierenden Eindrücken fürchtet, sei „Die Letzte macht das Licht aus“ ans Herz gelegt. Möglicherweise ein Meisterwerk, vergleichbar zum Beispiel mit Emily St. John Mandels grandiosem Roman „Das Licht der letzten Tage“, weil ähnlich bitter-süß und melancholisch.

The Chill – Sie warten auf dich

Dieses Mal kommt der Untod rächend aus tiefem Wasser und wird sogar terroristisch tätig. Während der Verfasser für atmosphärische Dichte sorgen kann, versagt er bei der (zumindest für das Handlungsumfeld) ‚logischen‘ Erdung der Ereignisse. Stattdessen stehen gruselige Übeltaten im Vordergrund, während sich die üblichen ‚guten‘ Klischee-Figuren gegen den Horror stemmen: Solider Trivialspuk, der deutlich mehr verspricht, als der Verfasser zu halten in der Lage ist.