Heyne

Blutige Nachrichten

Eine weitere Sammlung kürzerer Texte und ein Kurzroman des Bestseller-Autors, der einmal mehr unter Beweis stellt, dass er keineswegs auf das Horror-Genre beschränkt ist, um spannend schreiben zu können. Weniger gelungen ist allerdings eine novellenkurze Fortsetzung eines jüngeren Romans: kein überragendes Buch von King, aber allemal ein gutes!

Alle diese Welten

Im Abschlussband der „Bobieversum“-Trilogie kämpfen der ‚Ur-Bob‘ und seine ‚Klone‘ erneut galaxisweit gegen hungrige Aliens, die sich die ohnehin stark reduzierte Menschheit in ihre Speisekammern hängen will. Zwar wird die Handlung zu ihrem Ende gebracht, wobei Schwung und Ideenreichtum weitgehend aufgebraucht wirken: vor allem für Leser der Auftaktbände unterhaltsam, aber insgesamt aufgrund allzu vieler versäumter Chancen auch enttäuschend.

Jenseits der Zeit

Nachdem die Menschheit mit den gefährlichen Trisolariern lange friedlich und fruchtbar koexistiert hat, flammt der Konflikt erneut auf und droht das gesamte Universum zu erfassen … – Im dritten Teil seiner Trilogie dreht Autor Liu erneut am ganz großen Rad. Die Gesamtstory wird spannend fortgesetzt, doch das aus dem Startband bekannte Ideenfeuerwerk bleibt aus. Ebenfalls störend wirkt die für ein SF-Werk dieser (behaupteten) Bedeutung an den Tag gelegte Xenophobie: Letztlich ist die „Trisolaris“-Trilogie ein unterhaltsames SF-Spektakel, aber kein Leitstern einer ‚globalisierten‘ Science Fiction.

War of Gods – Krieger des Nordens

Hadding, vertriebener Kronprinz von Dänemark, wächst zu einem gewaltigen Krieger heran, erobert sein Erbe zurück und führt manche Schlacht gegen machtgierige Feinde, wobei die Götter ihm zur Seite stehen oder ihm schaden; eine seltsame Beziehung, die Hadding erst nach seinem Tod aufklären kann … – Autor Anderson nutzt eine vorzeitliche dänische Legende und erzählt sie neu, wobei er den altertümlichen Sprachduktus behutsam übernimmt, inhaltliche Lücken füllt und sich erfolgreich bemüht, den grimmigen, die Macht des Schicksals beschwörenden Stil der Vorlage in einen spannenden Roman zu übertragen.

Unten am Fluss – Watership Down

Die Suche nach einer neuen Heimat wird am Beispiel einer Gruppe wilder Kaninchen geschildert. Die Perspektivenabsenkung auf Löffelohrhöhe raubt der detailreichen Geschichte keineswegs den epischen Atem, zumal die Figurenzeichnung ungemein fein ist und dem Verfasser jenseits jeglicher Lächerlichkeit die Schöpfung einer eigenständigen Kaninchen-Kultur gelingt: ein Höhepunkt der Tier-Fantasy!