Kurt Desch Verlag

Alles für Carla

Ein verbitterter Tierhändler verliebt sich auf den ersten Blick in eine junge Frau, die ihn um Hilfe bittet und kurz darauf verschwindet. Die Suche bringt ihn immer wieder in Lebensgefahr, doch der Mann gibt nicht auf, selbst als die erhoffte Rettungsaktion ihn auf die Spur und in die Fänge der Mafia führt … – Lesenswerter Krimi eines hierzulande vergessenen Autors. Ein solider Plot, gut gezeichnete Figuren und angenehm schräge aber beinahe durchweg handlungsintegrierte Einfälle sorgen für zeitlose Unterhaltung.

Verdammte Juwelen

Drei kleinen Gaunern gelingt unverhofft ein Riesencoup, doch dann stirbt ihr Opfer, ein brutaler Gangsterboss will ihnen die Beute abjagen und im Hintergrund wartet die Polizei: Der Kampf um Geld wird zum Wettlauf mit dem Tod … – Zwar dräut deutlich der moralische Zeigefinger, doch dieser Krimi um drei Kriminelle wider Willen erzählt seine Geschichte spannend und mit erstaunlich fatalistischem Unterton. Am Ende siegt zwar die Moral, aber dieser Sieg schmeckt bitter, denn er unterscheidet nicht zwischen Tätern und Gestrauchelten.

Die Nacht der Generale

Ein hochrangiger Offizier lebt im II. Weltkrieg seinen Drang als Serienkiller aus; dem für das Nazi-Regime peinlichen Treiben soll ein Ermittler unauffällig ein Ende bereiten, doch der Mörder ist geschickt, nutzt seine Privilegien und setzt seine grausigen Taten fort … – Dieser (deutsche!) Quasi-Vorläufer der seit Hannibal Lecter bestsellerabonnierten Killer-Thriller bedient sich bereits der bekannten Spannungselemente und hat seinen Unterhaltungswert nicht eingebüßt: lesenswert!

Erschlagen bei den Eiben

Ausgerechnet der in zahlreichen Ehrenämtern aktive, allseits beliebte, züchtig und zurückgezogen lebenden Mary Rose wird der Schädel eingeschlagen. Nachbar Pettigrew, ein Anwalt, kann wieder einmal seine Liebe zum Detektivspiel nicht zügeln und mischt sich in die Ermittlungen ein … – Cyril Hares Beitrag zum britischen Landhauskrimi ist erwartungsgemäß ein Genreklassiker mit ausgeklügeltem Plot, kontrastscharf gezeichneten Figuren und knochentrockenem, echten Witz: ein Roman wie alter aber edler Wein!

Dreimal schlug das Schicksal zu

Ein gemütlicher Angelausflug wird zunächst von diversen Todesfällen überschattet, um schließlich in eine rasante Gaunerjagd plus Schatzsuche einzumünden … – Gelungene Mischung aus klassischem Rätselkrimi und Abenteuergeschichte; der Autor ignoriert die Unzeitmäßigkeit seiner Geschichte und erzählt sie trotzdem – möglichst spannend und gleichzeitig witzig: ein hoffentlich nur hierzulande unbekannter Lesespaß!

Mord im Gästehaus

Ausgerechnet im Gästehaus für englische Parlamentsabgeordnete wird ein Mann ermordet; da der Täter einer der Bewohner sein könnte, steht Scotland Yard nicht nur vor einer kriminalistischen, sondern auch vor einer politischen Herausforderung … – Klassischer Rätsel-Krimi in sowohl ungewöhnlichen als auch modernen Kulissen; die Regeln des Genres werden präzise beachtet, zum sauber geknüpften Plot kommt die nostalgische Freude an einer ‚gemütlicheren‘ Vergangenheit: lesenswert.

Selbstmord ausgeschlossen

Da bei Selbstmord die Versicherung nicht zahlt, machen sich die Erben von Mr. Dickinson daran, sein offensichtlich selbst verschuldetes Ende als Mord zu enttarnen, was dank ausgeprägter Unerfahrenheit für Schwierigkeiten sorgt … – Im dritten Roman der Mallet-Serie tritt der Inspektor nur als Randfigur auf und sorgt trotzdem für einem finalen Dreifach-Twist, der die höchst unterhaltsame Amateur-Ermittlung zu einem überraschenden Ende führt: Krimi-Klassik und Krimi-Klasse.

Der Wahrsager

Ein junger Künstler gerät an einen selbsternannten Wahrsager, dessen Voraussagen vor allem dann beunruhigend exakt eintreffen, wenn ihr Inhalt unerfreulich ist. Als die ‚Kunden‘ des Hellsehers zu sterben beginnen, beginnt der Mann zu recherchieren … – Souverän geplotteter und geschriebener Spannungs-Krimi, der seine jederzeit spannende Story trügerisch leicht über die volle Distanz bringt: eine rundum erfreuliche Wiederentdeckung!

Der Tote im Feuer

Was zunächst wie ein Unfall mit Fahrerflucht anmutet, entwickelt sich zu einem Mordfall, der eine alte aber keineswegs vergessene Familienfehde beenden sollte … – In diesem späten aber klassischen „Whodunit“ räumt die Autorin dem psychologischen Aspekt des Falls ebenso viel Raum ein wie dem Mordrätsel; das Ergebnis ist ein altmodischer aber mehrschichtiger Krimi in trügerisch idyllischer Kulisse.

Die Totenliste

Ein ermordeter Sensationsautor hinterlässt eine Liste mit den Namen von zehn Personen, die in eine üble Schandtat verwickelt seien. Was dies bedeutet, versuchen ein Geheimagent und ein Journalist zu ermitteln, bevor ein diabolischer Killer den letzten Namen auf der Liste abhakt … – Ausnehmend spannender Roman der keine globale Verschwörung in den Mittelpunkt stellt, sondern ein perfides Verbrechen. Die Schlichen des genialen Mörders und die fieberhaften Bemühungen seiner Verfolger, ergeben eine rasante Story, welche die kriminalistische Schnitzeljagd des Rätsel-Krimis mit Elementen des modernen Serienkiller-Thrillers kombiniert.