Militzke

Jack the Ripper – Anatomie einer Legende

‚Nur‘ fünf Opfer forderte Jack the Ripper im London des Jahres 1888, doch aufgrund der unerhörten Brutalität seiner Morde, des Ausmaßes der öffentlichen Panik sowie der Tatsache, dass er nie gefasst wurde, wurde er rasch zur modernen Legende. Die Nachforschungen der „Ripperologen“ füllen Bibliotheken, aber die Autoren Püstow & Schachner stellt nüchtern bzw. sachlich fest, dass eine Auflösung nicht in Sicht ist. Sie legen die bekannten Fakten dar; prägnant, objektiv und ohne Sensationseffekte, was dieses Buch in der Tat zu einem Standardwerk macht.

Die Archaeopteryx-Saga

Im 19. Jahrhundert löst der Fossilfund eines reptilähnlichen Urvogels einen erbitterten Streit zwischen Naturwissenschaftlern aus, der Karrieren zerstört und Menschen ins Unglück stürzt … – Paul Chambers rekonstruiert ein wichtiges Kapitel der Forschungsgeschichte. Am Beispiel des Archaeopteryx-Fossils macht er deutlich, dass Forschung zu allen Zeiten von politischen und religiösen Einflüssen, von menschlichen Schwächen und Intrigen geprägt wurde. Trotz des Themas niemals knochentrocken, stellt „Die Archaeopteryx-Saga“ ein ganz besonders gut gelungenes Sachbuch dar.

Teufel in Menschengestalt

Vom Satan zum Superstar: Die erstaunliche ‚Karriere‘ des modernen Serienmörders erscheint unverständlich, bis sie erklärt wird: als ein kühl & dreist kalkuliertes Produkt der Massenmedien, die sich Vorurteile und Ängste zunutze machen, um Mordpopanze zu schaffen, die ihnen helfen Käufer- oder Zuschauerzahlen in die Höhe zu treiben. Kompisch und Otto erläutern am Beispiel zehn deutscher Serienmordfälle nach 1945 die zynischen Mechanismen derartiger Manipulationen: eine erhellende aber auch deprimierende Lektüre.