Moewig

Das Erbe der Sterne

Auf dem Mond entdeckt man die Leiche eines mumifizierten Mannes im Raumanzug. Wer ist dieser Mensch, der vor 50 Jahrtausenden starb? Diese Frage beschäftigt die Wissenschaftler der ganzen Welt, die einem Rätsel auf die Spur kommen, das zur Neufassung der Menschheitsgeschichte führen wird … – Ein moderner Klassiker der „harten“ Science Fiction. Rätsel und Konflikte werden auf dem Boden wissenschaftlicher Fakten und friedlich gelöst. Das ist spannend und wird unterhaltsam erzählt, zumal eine gut umgesetzte Idee hinter der Geschichte steht.

Die verhängnisvolle Expedition

Eine irdische Forschungsexpedition gerät auf einem fernen Planeten in Lebensgefahr, als sich unvermutet das Tor zu einer gänzlich fremden Dimension öffnet, in der eine bösartige Kreatur lauert … – Grundsolides SF-Abenteuer des Vielschreibers Ewers, der ungeachtet seines enormen Outputs ein geschickter und ideenstarker Erzähler war: ein unterhaltsamer Roman, der auch außerdem des „Perry-Rhodan“-Universums bestehen kann.

Der dritte Planet

Zwölfmal sorgt der Verfasser dafür, dass sich im irdischen Leben „Twilight Zones“ öffnen, die den Protagonisten erschreckende und den Lesern unterhaltsame Erlebnisse bescheren, die den alltäglichen Wahnsinn extrapolieren, übertreiben oder auf die Spitze treiben: Trotz ihres beträchtlichen Alters lesen sich diese Geschichten weiterhin erstaunlich spannend, da die aufgegriffenen Themen zeitlos sind.

Zweimal Pluto und zurück

Großfamilie Stone langweilt sich in der brav gewordenen Mondkolonie. Sie erwirbt ein altes Raumschiff und steuert den Mars und andere interessante Ziele an, was ebenso faszinierend wie gefährlich ist … – Der Weg ist das Ziel für die Stones, eine Familie mit Vorbildfunktion (liberal-autoritäre Eltern, manisch lernwütige Kinder), die durch eine nostalgisch altmodische Zukunft reist: auch jenseits der brachialdidaktischen Lektionen kann dieser Episodenroman nur passagenweise unterhalten.

Gefährten der Nacht

In zwölf Storys gehen keine Gespenster oder Werwölfe um; thematisiert werden die traumhaften, surrealen Seiten der Phantastik, die sich oft hart an der Grenze zur psychischen (Selbst-) Täuschung selbst im Rahmen der selbst geschaffenen Welten einer ‚logischen‘ Erklärung entziehen; während die angelsächsischen Texte mindestens überzeugen, fallen die deutschen Kurzgeschichten grausam ab.

Der Mars-Robinson

Eine Bruchlandung auf dem Mars überlebt nur Raumfahrer Gordon Holder, der sich als moderner Robinson Crusoe auf einer lebensfeindlichen Welt einlebt, seine marsianischen Nachbarn kennenlernt und von seinem ‚Freitag‘ Eii manche Lektion über das Leben erhält … Science Fiction aus den 1950er Jahren mit liebevoller (wenn auch falscher) Darstellung des „roten Planeten“ und Figuren fern jeder pioniermasochistischen Heldenhaftigkeit: ein altmodischer Lese-Spaß weitgehend ohne den einst so beliebten erhobenen Zeigefinger und einer eigenwilligen Interpretation der Rolle des Menschen im Universum.

Der Tod im Theater

In Paris gerät ein junger Sänger in eine Intrige, die mehrere erfolgreiche Konkurrenten auf spektakuläre Weise das Leben kostet. Von der Polizei als Informant gepresst, muss der Pechvogel sich in der bunten Künstlerszene der Seine-Metropole nach dem Täter umtun, dem er unverhofft zu nahe kommt … – Tüchtig angestaubter französischer Krimi, der weniger von seinem Plot als von den sichtlichen Insiderkenntnissen des Verfassers profitiert. Die realistische Darstellung des gar nicht so fröhlichen Künstlerlebens wird indes entwertet durch eine (verklemmte) Frivolität suggerierende, allzu verschnörkelte Sprache, hinter der sich zudem unerfreuliche Vorurteile verbergen.

Gefangene des Meeres

Während des II. Weltkriegs treffen auf hoher See Menschen und Außerirdische zusammen. Beide Gruppen geraten in Not und müssen einander helfen, um überleben zu können … – Ein kleiner Klassiker der Science Fiction, der nicht schleimiges Grauen aus dem All gegen bis an die Zähne bewaffnetes Erdenvolk antreten lässt. Stattdessen präsentiert der Verfasser lebendige Figuren in einer spannenden, intelligenten, ungewöhnlichen Story, die durch ihren versöhnlichen Grundton und Einfallsreichtum besticht.

Zeitschaft

Im Jahr 1998 steht die Welt vor dem Kollaps. Zu schwer waren die ökologischen Sünden der Vergangenheit, doch die lässt sich nun womöglich ändern: Wissenschaftler entdecken eine Möglichkeit, warnende Botschaften in das Jahr 1962 zu senden, doch dort will man sie einfach nicht verstehen … – Moderner Klassiker der „harten“ Science Fiction, der gelungen wie ganz selten eine grandiose Handlung mit glaubwürdigen Charakteren zu einem faszinierenden Gesamtwerk verschmilzt.

Geisterschiff CREST IV

Nach 1000-jähriger Odyssee durch den Leerraum soll das Raumschiff CREST IV geborgen werden, doch das damit beauftragte Kommando findet es verschleppt und besetzt von seltsamen Wesen, die es offenbar keinesfalls hergeben wollen … – Ein wenig altmodisch aber leidlich unterhaltsam greift der Verfasser eine viele Jahre zuvor in die „Perry-Rhodan“-Heftserie eingeflossene Episode wieder auf: „Harte“ SF mischt sich mit trivialem Abenteuer zu einem eher nostalgischen Lektürevergnügen.