Piper

Marlowe

1935 soll der Kölner Kriminalpolizist Gereon Rath in einen tödlichen Verkehrsunfall ermitteln; scheinbar reine Routine, doch der allzu pflichtbewusste Beamte gewinnt unfreiwillig einen tiefen – und lebensgefährlichen – Blick in die lokale Unterwelt, die eng mit den nationalsozialistischen Machthabern verbandelt ist … – Band 7 der Gereon-Rath-Serie verknüpft abermals gekonnt historisches Lokalkolorit mit einem spannenden Kriminalfall.

Das dunkle Herz

Wie ihr vor zehn Jahren verschwundener Bruder findet sich auch die junge Anna in einer seltsamen Wüstenstadt wieder, die ihre ebenfalls entführten Mitbürger nicht verlassen können. Während sich unterschiedliche Gruppe bekämpfen, versucht Anna herauszufinden, wieso sie entführt wurde, wer dahinter steckt, und ob ihr Bruder ebenfalls hier gelandet ist … – Ein geschickter Erzähler, dessen Stärke nicht nur in der Entwicklung toller und glaubhafter Charaktere liegt, sondern auch in der Ausarbeitung einer spannenden und dabei wunderbar exotischen Atmosphäre, präsentiert eine spannende, intelligente und überaus reizvolle Geschichte.

Gemeinsam sind wir einzig

Mit ihrem Fiat 500, einer Madonna-Figur und einer Menge Bargeld verlässt Vittoria im Februar 1958 ihre Heimatstadt Rom und macht sich mit dem kleinen Massimo auf in Richtung Kopenhagen. Sie fährt einer ungewissen Zukunft entgegen. Stets fürchtet sie verfolgt zu werden und hält Ausschau, ob ihr jemand folgt oder sie ausfindig macht. Auch in Kopenhagen bleibt ihre Angst.
Die geradlinige und ordentliche Vittoria freundet sich in Kopenhagen mit der unorganisierten und unkonventionellen Conny an…

Das Gespenst von Killingly Hall

Vier Storys und eine Novelle lassen die Tradition der weihnachtlichen Gruselgeschichte aufleben; dass dieses Fest einen frühzeitlich ‚heidnischen‘ Ursprung besitzt, lässt der Autor diverse Pechvögel spüren, die nur den „Friede-auf-Erden“-Aspekt kennen und böse bis tödliche Überraschungen erleben. Leider ist der Krimi-Autor Paul Finch dem Schöpfer von Geistergeschichten deutlich überlegen; er erzählt gut, wärmt aber eher altbackene Plots auf und setzt auf finale ‚Überraschungen‘, die sich nicht einstellen wollen: Lesefutter für Winterabende.

Ein Winter voller Wunder

Bea verliert ihren Mann Peter, der ihr über viele Jahre ein liebevoller Mann und Gefährte war. Peter reißt ein großes Loch in Beas Leben, aber zum Glück steht sie auf eigenen Füßen und führt in Sydney ein eigenes kleines Café. Ihren erwachsenen Sohn Wyatt liebt sie über alles und auch die gerade pubertierende Enkelin Flora, doch leider hat sich über die Jahre zwischen Mutter und Sohn und damit auch seiner Familie eine Distanz gebildet, die dazu geführt hat, dass man sich nur relativ selten sieht. Umso erstaunter ist Bea als ihr Sohn plötzlich mit Enkelin Flora vor der Tür steht…

Das Licht von Marokko

Helena verliert ihre Schwester im Jahr 1969. Bei einem Fest auf dem Anwesen La Mora in Marokko verschwindet Alicia und wird am nächsten Tag tot aufgefunden. Für Helena ist das der Grund das Weite zu suchen. Ihr Leben verbringt sie in Distanz zu ihrer Familie. Sie erlangt Ruhm als Malerin in Australien und kehrt erst 2016 anlässlich der anstehenden Hochzeit ihrer Enkelin in den Schoß der Familie nach Madrid zurück. Dort händigt ihre Cousine ihr eine Kiste mit Briefen und Fotos aus, die ihre Mutter ihr hinterlassen hat…

Das Licht der letzten Tage

Zwanzig Jahre nach der globalen Apokalypse versuchen die wenigen Überlebenden Fuß in einer zivilisationslosen Welt zu fassen, was vor allem denen Probleme bereitet, die sich an die Zeit vor dem Tag Null erinnern, wobei sie verdrängen, dass sie auch damals mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatten … – Die Autorin verzichtet weitgehend auf die typischen „Post-Doomsday“-Elemente, sondern beschwört eine Stimmung des Verlustes. der Trauer und der Hoffnung herauf. Vergangenheit und Gegenwart wechseln einander ab, um zu unterstreichen, was sich geändert hat und was erhalten blieb.

Das Gespenst von Killingly Hall

Diese Sammlung gruseliger Weihnachtsgeschichten enthält vier Kurzgeschichten und eine Novelle, die Autor Paul Finch zwischen 2000 und 2012 erstmals veröffentlichte und die zumeist in irgendwelchen Anthologien erschienen sind. Hier erscheinen sie nun erstmals gesammelt in Deutsch, wobei zu bemerken ist, dass dem Autor wenig Innovatives eingefallen ist, sondern sich seine Erzählungen eher auf ausgetretenen Pfaden bewegen. Wer gruselige Weihnachtsgeschichten nach bewährtem Strickmuster mag, der wird von Paul Finch gut bedient. Für den ein oder anderen leicht gruseligen Weihnachtsabend dürfte es schon reichen!

Der Fluch der Isis

Vor zweieinhalb Jahrtausenden endete ein mit Schätzen beladenes Perserheer in der ägyptischen Wüste. Jetzt wollen fundamentalistische Terroristen die Kostbarkeiten an sich bringen. Eine junge Engländerin ist jedoch schneller, was eine wilde Verfolgungsjagd anheben lässt … – Angestrengt ambitionierte, tatsächlich anspruchslose und unbeholfene Mischung aus historischer Mystery und Polit-Thriller: Lektüre vor knatterbunter Exotik-Kulisse für einen schon halb von Schlaf geprägten Feierabend.

Totensonntag

Im wunderschönen Paderborn, in einem ruhigen Wohnviertel, geschieht ein Unglück. Ein Haus fliegt in die Luft. Die verkohlte Leiche einer Frau wird aus den Trümmern geborgen. Kommissar Schwiete und sein Ermittlungsteam glauben nicht an eine defekte Gasleitung. Die Indizien, das Alicija, die sich illegal in Deutschland aufhielt, einem Verbrechen zum Opfer fiel, verdichten sich. Zudem […]