Rowohlt

Das Glück an Regentagen

Nachdem Mae ein schlimmes Erlebnis mit ihrem Verlobten verkraften muss und dieser nach einem Betrug an der Firma mit dem Geld untertaucht, kehrt Mae in ihre Heimat an den St. Lorenz Strom zurück. Hier ist sie nach dem Tod ihrer Eltern bei den Großeltern Lilliy und George aufgewachsen.
Doch auch hier scheint alles anders zu sein. Ihre Großmutter wirkt leicht dement, ihr Großvater ist nicht zuhause. Auch ihre Beziehung scheint gelitten zu haben …

Das Unheil in Person

Als in einer englischen Kleinstadt ein Skelett entdeckt wird, rührt die Polizei eine sorgfältig vertuschte aber nie überwundene Tragödie auf, die nun ihre gnadenlose Fortsetzung findet … – Der dritte Fall für Chief Inspector Quantrill bietet makelloses englisches Krimi-Handwerk. Die meisterlich dargestellte Dorf-Idylle, die gleichzeitig Gefängnis ist, ist die Ideal-Kulisse für eine ebenso schauerliche wie traurige Geschichte, die von der Verfasserin nichtsdestotrotz humorvoll präsentiert und gebührend überraschend aufgelöst wird: ein zeitloses Lektüre-Vergnügen.

Seminar für Mord

Der „Golden-Guillotine-Club“ hat Inspektor Maybridge als Krimi-Experten eingeladen. Als Höhepunkt des Wochenendes wird der Vorsitzende umgebracht und der Gast vom Mörder als Ermittler herausgefordert … – Der zweite Maybridge-Krimi bietet zeitloses britisches Krimi-Handwerk vom Feinsten. Obwohl 1985 entstanden, ist dies ein „Whodunit“ reinsten Wassers, der überraschend modern, spannend und witzig den Vergleich mit den Klassikern dieses Genres keineswegs scheuen muss.

Preiselbeertage

Ariane hat ihre Heimat Schweden schon kurz nach dem Ende der Schulzeit verlassen. Sie lebt nun in Leipzig, ganz in der Nähe der Großeltern. Als sie vom Tod ihres Vaters erfährt, reist sie selbstverständlich nach Schweden. Da ihr Leben ohnehin an einem Wendepunkt steht, denn mit dem Job läuft es nicht so rund und auch die Beziehung scheint am Ende, entschließt sich Ariane für einige Zeit in Schweden zu bleiben. Dort nähert sie sich mit der Zeit ihrer Schwester Jolante an, obwohl die zwei jungen Frauen bislang wenig gemeinsam hatten.

Operation Zagreb

Als er für Nazi-Minister Goebbels eine schöne Schauspielerin „heim ins Reich“ locken soll, gerät Ex-Polizist Gunther in die Balkan-Wirren des Zweiten Weltkriegs und in die nur scheinbar neutrale Schweiz, was ihn jeweils in Gewissensnot und Lebensgefahr bringt … – Nach serientypisch gewordenem Muster verschlägt es Bernie Gunther in seinem 10. Abenteuer ‚zufällig‘ stets dorthin, wo gerade Geschichte geschrieben wird; weltschmerzschwere Sprüche suggerieren Tiefgründigkeit, doch bleibt die Historie weitgehend Kulisse für ein immerhin spannendes Krimi-Abenteuer.

Das Moor von Baskerville

Unterstützt von Mary, seiner jungen Gattin, kehrt Meisterdetektiv i. R. Sherlock Holmes ins Dartmoor zurück, wo erneut ein Geisterhund sein Unwesen treibt … – Stimmungsvolle aber arg in die Länge gezogene und als Kriminalroman schlecht funktionierende Neuauflage der um Klassen besseren Originalgeschichte, der die Verfremdung der männlichen Hauptfigur erst recht nicht bekommt.

Abfahrt Pelham 1 Uhr 23

Skrupellose Gewaltverbrecher entführen eine U-Bahn (!) und fordern ein hohes Lösegeld. Während man sich außen um eine möglichst opferarme Lösung bemüht, steigt innen die Panik, zumal auch die Gangster Nerven zeigen … – Überaus spannender, auf das Verbrechen konzentrierter Thriller, der ohne Abschweifungen, temporeich und konsequent einen tatsächlich dramatischen Höhepunkt erreicht: kein Wunder, dass dieser Roman mehrfach verfilmt wurde!

Götter, Gräber und Gelehrte

Die frühen Hochkulturen der Erde, ihre (Wieder-) Entdeckung und die Geschichte/n jener Wissenschaftler, die sich um die Erforschung der Vergangenheit bemühten, stellt Autor Ceram in einer Mischung aus Faktenschilderung und Roman vor. Kurz nach dem II. Weltkrieg entstanden, bewahrt dieses überaus lebendig geschriebene Buch trotz nachträglicher (aber oberflächlicher) Aktualisierung seines Inhalts vor allem in seiner Sprache den Geist der Entstehungszeit, was weder ohne Folgen noch Probleme bleibt: eine ebenso interessante wie zwiespältige Neuveröffentlichung.

Das Ende aller Geheimnisse

Heidi Kamemba tritt ihren Job bei der Kripo Düsseldorf an. Bereits bevor sie ihre Arbeit aufnehmen kann, ist sie in Düsseldorf und natürlich auch unter den neuen Kollegen und Kolleginnen bekannt wie ein bunter Hund. Das ist auch nicht verwunderlich, denn Heidi Kamemba ist die erste schwarze Kriminalkommissarin in Deutschland. Sie selbst ist, ebenso wie ihr neuer Chef Hauptkommisar Westphalen vom KK 12, und die übrigen Kollegen vom Presserummel nicht begeistert, aber diesem kann sie nun einmal nicht entkommen.

Tod bei Tisch

Ein Kriminalschriftsteller stolpert in der schwedischen Provinz über einen angeblich durch Selbstmord geendeten Arzt und dessen undurchsichtige Familie. Er verliebt sich in die Tochter des Hauses, versucht den Fall selbst zu lösen und stellt sich dabei wider Erwarten so geschickt an, dass der Mörder schließlich mit den üblichen lebensgefährlichen Folgen nervös wird … – Konventioneller Krimi aus Skandinavien, der weniger durch einen originellen Plot oder Hochspannung gefällt, sondern handwerkliches Geschick und viel trockenen Witz zu bieten hat.