Sigbert Mohn Verlag

Die Straße des Schreckens

Im nebelverhangenen London geht ein selbsternannter Henker um, der entschlüpfte Strolche ihrer gerechten Strafe zuführen will; der geniale Henri Bencolin eilt ermittelnd zur Hilfe … – Dieses Frühwerk, erst Carrs zweiter Kriminalroman überhaupt, weist Schwächen im Plot auf, die durch zügiges Tempo und eine unbekümmert überbordende Grusel-Atmosphäre ausgeglichen werden: pure Krimi-Nostalgie.

Stille Wasser

Eine abgelegene Landidylle entpuppt sich als Stätte diverser krimineller Umtriebe, in denen ein Scotland-Yard-Beamter und ein etwas übereifriger Hobby-Detektiv parallel ermitteln, was zu diversen Missverständnisse führt … – Rätselkrimi aus der langen Endphase dieses Subgenres: Alle Elemente sind ebenso spannend wie humorvoll vertreten, was diesem Roman trotz der veralteten Übersetzung seinen Lektürespaß bewahrt.

Barmherziger Tod

Ein etwas naiver Landarzt gerät in den Verdacht, unheilbar kranke Patienten zu ‚erlösen‘, was ihn zum idealen Sündenbock in einem Mordkomplott stempelt … – Spannender US-„Whodunit“ von 1937, dessen Verfasser weder an verdächtigen Figuren noch rätselhaften Vorfällen spart; sympathische Hauptfiguren und sachter Humor komplettieren das angenehm altmodische Lesevergnügen.

Der Wahrsager und die Wahrheit

Droht der verliebte Richard Markham auf eine skrupellose Giftmischerin hereinzufallen? Einen Mord und diverse Anschläge später überlässt er es lieber dem genialen Ermittler Gideon Fell, ein dichtes Netz aus Lügen und Intrigen zu lichten … – In seinem 15. Fall ist der exzentrische Detektiv auf der Höhe seiner Kunst; die psychologischen Aspekte der Tat/en klar dem Krimi-Rätsel unterordnend, gelingt dem Verfasser ein unterhaltsam verwirrender aber fugenlos konstruierter, ebenso klassischer wie zeitloser „Whodunit“.